Handlungssicherheit durch Qualifizierung

11.11.2021

Einstiegsworkshops für neue Ansprechpartner*innen in der Prävention von und Intervention bei sexualisierter Gewalt im Sport

Auch in diesem Jahr hat die dsj wieder ca. 30 Ansprechpersonen der DOSB- und dsj-Mitgliedsorganisationen im Themengebiet Prävention von und Intervention bei sexualisierter Gewalt, mit dem Schwerpunkt Kinder- und Jugendschutz, geschult. 

Durchgeführt werden konnte im Oktober zunächst ein digitaler Workshop unter Leitung von Gitta Axmann, Fachberaterin für nationale und internationale Breitensportentwicklung. Ein weiterer Termin wurde im November in Präsenz mit Meike Schröer, Beraterin für Sportorganisationen und wissenschaftliche Referentin an der Führungsakademie des DOSB, angeboten.  

Ziel der beiden Workshops war es, den Ansprechpartner*innen eine Orientierung und Hilfestellung zu geben, sodass diese die Maßnahmen zum Schutz vor sexualisierter Gewalt in der jeweiligen Sportorganisation umsetzen können. Hierfür wurden neben der Sensibilisierung und einführenden Informationen zu Definitionen, Daten und Fakten auch spezifische Strukturen und Bedingungen im Sport thematisiert. Auch Aspekte bei der Erarbeitung und Implementierung von Schutzkonzepten in einem Sportverband oder -verein wurden besprochen und die Frage nach dem eigenen Selbstverständnis und der Rolle als PSG-Ansprechpartner*in geklärt.  

“Der rege Austausch mit der Referentin und den anderen Teilnehmer*innen hat die hohe Relevanz des Themas ein weiteres Mal bestätigt. Der Workshop hat mir sehr geholfen mehr Handlungssicherheit zu erlangen und offene Fragen zu klären – und das, trotz des schwierigen Inhalts, auf sehr kurzweilige Art und Weise”, so der Eindruck einer Teilnehmerin im Nachgang des Workshops. Besonders der Austausch mit anderen PSG-Ansprechpersonen und die praxisnahen Fallbeispiele konnten neue Impulse für die Arbeit geben und wurden von den Teilnehmer*innen hervorgehoben. 

Bei der Schaffung von Strukturen und einer Kultur des Hinsehens innerhalb einer Sportorganisation spielen die PSG-Ansprechpersonen eine essenzielle Rolle und ihre Qualifizierung ist überaus wichtig. Daher sind auch Qualifizierungsmaßnahmen in den Landesverbänden und Vereinen notwendig und von besonderer Bedeutung. 

Für Nicht-Mitgliedsorganisationen bieten die Landessportjugenden und -bünde (LSJ/ LSB) viele Möglichkeiten für Verbands- und Vereinsvertreter*innen sich im Themenfeld Prävention von sexualisierter Gewalt insbesondere gegen Kinder und Jugendliche fortzubilden. Über die Lizenzausbildung, Schulungen für Multiplikator*innen und Kinderschutz-Beauftragte bis hin zu Fachtagungen ist alles dabei. Die Links zu den entsprechenden Websites der LSB/LSJ sind auf www.safesport.dosb.de zu finden. 

Weitere Informationen zur Umsetzung von Präventions- und Interventionsmaßnahmen sind in der Broschüre „Safe Sport – Ein Handlungsleitfaden zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Grenzverletzungen, sexualisierter Belästigung und Gewalt im Sport“ zu finden. 



Der digitale Workshop im Oktober fand unter der Leitung von Gitta Axmann statt. Den zweiten Termin hat Meike Schröer, im November in Präsenz durchgeführt. Quelle: dsj

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