Internationale Jugendarbeit mit nordafrikanischen Partnern stärken

14.12.2017

Multilaterale Konferenz „Dialogue me to Network“ in Tunis

Vom 08. – 11. Dezember fand die multilaterale Konferenz „Dialogue me to Network“  in Tunis statt. Über 60 Vertreter/innen von Organisationen aus Marokko, Tunesien, Ägypten und Deutschland diskutierten über Herausforderungen, Chancen und Ziele in der internationalen Jugendarbeit. Organisiert wurde die Konferenz von IJAB (Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V.)  und ihrem tunesischem Partner Club Culturel Ali Belhouae (CCAB) im Rahmen der Transformationspartnerschaften des Auswärtigen Amts.

Auf dem Programm standen Projektbesuche, die Vorstellung bestehender Partnerschaften und inhaltliche Diskussionsrunden. Viel diskutierte Themen waren Jugendarbeitslosigkeit und Bildung, (politische) Partizipation junger Menschen sowie das Thema Mobilität. „Die arabische Welt hat demokratisches Potenzial“ sagte Majdouline Cherni, die tunesische Jugendministerin, und betonte die Wichtigkeit, in Zukunft verstärkt Programme zu etablieren, um junge Menschen zu erreichen. Die Konferenzteilnehmer/innen waren sich darüber hinaus einig, dass es dazu einer  Stärkung der Zivilbevölkerung bedarf. Nach 2015 war die Veranstaltung nun das zweite Treffen, bei dem die Partner im Jugendaustausch zusammen kamen und das Netzwerk weiter stärken konnten.

Auf dem „Markt der Möglichkeiten“ konnten sich die Organisationen vorstellen und Partnerschaften knüpfen oder vertiefen.  Das Interesse an neuen Projekten ist groß, auch sportbezogene Jugendarbeit war ein Thema. „Besonders wegen des politischen Umbruchs in den nordafrikanischen Ländern, bei denen die Jugend eine zentrale Rolle spielte, ist der Austausch zwischen Jugendlichen mit diesen Ländern von großer Bedeutung. Jugendbegegnungen können Vorurteile abbauen und die Jugendlichen darin bestärken, sich aktiv einzubringen.“ betont auch Jan Holze,  Vorsitzender der Deutschen Sportjugend. „Die dsj begrüßt den Aufbau des Netzwerks zwischen Deutschland und den nordafrikanischen Ländern und sieht darin eine Chance zur Stärkung von Weltbürgertum und gegen Radikalisierung“.

Die Konferenz wurde durch ein Team junger Journalist/innen aller beteiligten Länder begleitet. Die Berichte und Bilder sind zu finden unter: https://dialoguemetonetwork.wordpress.com

Vereine, die Interesse an einem Austausch mit nordafrikanischen Ländern haben, können sich bei der dsj an Lisa te Boekhorst (teBoekhorst@remove-this.dsj.de / 069 – 67 00 253) wenden.

Weitere Informationen zu Förderprogrammen unter www.dsj.de/weltwaerts


Podiumsdiskussion bei der Konferenz „Dialogue me to Network“, Foto: dsj

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