Kampfsport und Rechtsextremismus

04.11.2021

Veranstaltungseinladung: Problem erkannt, Problem gebannt?

Die extreme Rechte rüstet auf. Eine zentrale Rolle spielen hierbei Strukturen und Netzwerke im Kampfsport. Veranstaltungen wie der „Kampf der Nibelungen“ dienen als Knotenpunkte der militanten Neonaziszene in Deutsch-and und Westeuropa. In viel zu hohem Maße prägen Rechtsextreme darüber hinaus aber auch das Bild und die Atmosphäre zahlreicher kleinerer Kampfsport-Events und Gyms. Obwohl sie sich in der Kampfsportlandschaft insgesamt deutlich in der Minderheit befinden, gelingt es ihnen, hier beachtlichen Einfluss auszuüben. Und sie bringen im Kampfsport erworbene Fähigkeiten bei politischen Ausschreitungen zum Einsatz. Beispielsweise im Rahmen sogenannter „Querdenken“-Demos fielen kampferprobte extreme Rechte durch systematische Gewalttaten gegen Bürger*innen, Journalist*innen und Polizei auf.  

Höchste Zeit also für eine Diskussion über Gegenstrategien. Welche Potenziale hat Kampfsport in der pädagogischen Arbeit gegen Rechtsextremismus? Wie kann die Kampfsportlandschaft mittels sinnvoller Präventionsmaßnahmen gestärkt und gegen extrem rechte Einflussnahme geschützt werden? Was sind sinnvolle Ansatzpunkte für den Umgang mit rechtsextremen Kämpfer*innen und für eine klare Positionierung von Gyms und Verbänden? Welche sport- und innenpolitischen Antworten braucht es darüber hinaus?  

Diese Fragen werden im Rahmen des Projektes Vollkontakt am 25. November von 18.00-20.00 Uhr bei der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) in Berlin diskutiert. Weitere Informationen sind im Einladungsflyer zu finden. Eine Teilnahme per Livestream ist ebenfalls möglich. Eine Anmeldung auf der Website der FES ist in beiden Fällen notwendig.  

Die Deutsche Sportjugend ist Projektpartnerin bei „Vollkontakt. Demokratie und Kampfsport“. 



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