Kommentar zur Diskussion um die Petition „Bundesjugendspiele abschaffen“

30.06.2015

Die Bundesjugendspiele leben

Die Breite und Intensität der Diskussion um den Vorschlag, die Bundesjugendspiele abzuschaffen oder sie zumindest in Zukunft nur noch auf freiwilliger Basis durchzuführen, hat uns zugleich irritiert und erfreut.

Irritiert hat uns das Ausmaß der Diskussion, weil sie den Leistungsgedanken im Sport vom Leistungsgedanken in Mathematik, Deutsch oder Biologie separiert. Bewertungen von Leistungen sind aber grundsätzlicher Teil schulischen Alltags.

Erfreut, weil die Bundesjugendspiele offensichtlich vielen Menschen noch sehr präsent sind und eine überwiegende Mehrheit sie als ein Teil des schulischen Sportangebotes erhalten wissen möchte.

Die Diskussion bietet die Gelegenheit, noch einmal in einer breiteren Öffentlichkeit darzustellen, wie sich die Bundesjugendspiele gerade in den letzten zehn Jahren erheblich weiter entwickelt haben: Mit den Formen Wettbewerb und Mehrkampf wurde das Angebot erweitert und ausdifferenziert und mit der Aufnahme des Angebots für Schülerinnen und Schüler mit Behinderung  inklusiv ausgestaltet; mit dem Internetauftritt, dem Online-Auswertungstool und zuletzt der App zu den Bundesjugendspielen ist eine Modernisierung der Rahmenbedingungen geschaffen worden, die Lehrkräften die Durchführung der Bundesjugendspiele erleichtern soll.

Ein wichtiger Aspekt der aktuellen Diskussion ist auch die Frage nach dem Umgang mit Schwächen und Misserfolgserlebnissen. Hier sind insbesondere die Lehrkräfte, aber auch die Eltern gefordert, Kinder darin zu unterstützen, dass diese  - bei aller Leistungsbereitschaft und Orientierung am Erfolg - im Vergleich vielleicht nicht so gute Ergebnisse akzeptieren und respektieren lernen  und diese eher als Anreiz sehen, öfter Sport zu treiben, um durch Üben auch besser zu werden. 

Wir freuen uns über die öffentliche Thematisierung der Bundesjugendspiele. Die Vielfalt des Angebots bietet das Potenzial, tolle Sport- und Spielfeste durchzuführen und in angemessenen Inszenierungen auch alle mitzunehmen.

Wir würden uns freuen, wenn sich auch in Zukunft die Eltern mit ihren Kindern über die eigenen Erlebnisse bei den inzwischen weiter entwickelten Bundesjugendspielen – hoffentlich noch stärker mit positiv besetzten Erinnerungen – austauschen können!
Weiter so!

Martin Schönwandt
Geschäftsführer der Deutschen Sportjugend


Pressespiegel


undefinedNeue Osnabrücker Zeitung – Mutter fordert Abschaffung der Bundesjugendspiele
undefinedRheinische Post – Pro und Contra. Bundesjugendspiele abschaffen?
undefinedNOZ – Bundesjugendspiele abschaffen? Aber ja doch
undefinedHamburger Abendblatt – Die bösen Bundesjugendspiele
undefinedNews4Teachers – Eine öffentliche Demütigung?
undefinedWelt – Gehören die Bundesjugendspiele abgeschafft?
undefinedTagesschau – Bundesjugendspiele abschaffen?
undefinedSüdkurier – Kommentar zur geforderten Abschaffung der Bundesjugendspiele
undefinedDradioKultur – Online-Petition Bundesjugendspiele Ja oder Nein
undefinedZeit – Ehrenurkunde wem Ehrenurkunde gebührt
undefinedFAZ – Sind Bundesjugendspiele wirklich eine Zumutung?
undefinedFAZ – Weiter spielen. Kommentar
undefinedSpiegel – Bloß nicht abschaffen
undefinedn-tv – Mutter will Bundesjugendspiele abschaffen
undefinedHamburger Morgenpost – Wütende Mutter will Bundesjugendspiele abschaffen
undefinedEcho – Sollen die Bundesjugendspiele abgeschafft werden?
undefinedDie Harke – Der Umgang mit Leistung. Kommenar
undefinedBildungsklick – Warum dürfen nicht auch Sportskanonen mal ihren großen Tag in der Schule haben?
undefinedHNA – Sollten Bundesjugendspiele abgeschafft werden? Pro und Contra
undefinedSpiegel – Sogar Mädchen waren besser als ich. Erinnerungen
undefinedYouGov - Mehrheit gegen Abschaffung der Bundesjugendspiele


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