#KulturelleBegegnung – dsj academy camp in Buenos Aires gestartet

11.10.2018

Das Programm ist gut gefüllt

An jeder Ecke ein Grillstand, dahinter ein Verkäufer mit einem einladenden Lachen. Auf den Straßen Menschen mit einem Mateteebecher. Die „dulce de leche“ fließt in Strömen. Argentinien lässt sich nicht lumpen und zeigt uns Teilnehmer/innen des „dsj academy camps“ viele Seiten, die in Europa eher nicht geläufig sind.

Die Anreise erfolgte erst vor wenigen Tagen, doch das Gefühl sagt uns etwas anderes. Gleich nach der Ankunft erschließt sich die Stadt durch eine Rallye, die uns zugleich beweist, dass die Hemmschwelle in diesem Land niedriger ist als in Deutschland. Es wird gesungen, getanzt und viel gelacht. Die warme und herzliche Offenheit hier ist verblüffend. Viele Menschen bieten uns ihre Unterstützung an, wenn sie unsere hilflosen Touristenblicke bemerken.

Auch die nächsten Tage bestätigen diesen Eindruck. Das Programm ist gut gefüllt. Zwischen Vorträgen zum Thema Menschenrechte und der Geschichte unserer Unterkunft, dem Gemeindezentrum Santa Cruz, gibt es viele Möglichkeiten, die Stadt und die Kultur kennenzulernen. Ein Willkommensabend und ein „Asado“, ein typisch argentinisches Grillritual, lassen uns mit der hiesigen Kulinarik vertraut werden. Die Eröffnung der Olympischen Jugendspiele feiern wir mit ca. 200.000 Menschen auf der breitesten Straße der Stadt oder des Landes, vielleicht sogar des Kontinentes.

Die verschiedenen Wettkampfstätten werden rege von der Bevölkerung genutzt. Viele Einheimische ergreifen die Möglichkeit, die Spiele zu verfolgen. Sie unterstützen sowohl ihre eigenen Athleten, als auch die ausländischen Starter. Die Angebote aus den Bereichen Sport, Kultur und Geschichte beeindrucken uns und lassen den Gedanken „compete, learn & share“ der YOG spürbar werden.

Im „Youth Olympic Park“ erwarteten uns die Vorstandsvorsitzende des DOSB Veronika Rücker und DOSB Präsidiumsmitglied Gudrun Doll-Tepper, die für sämtliche Fragen offen waren. Andy Grote, Innensenator der Stadt Hamburg, stellte das Projekt „Global Active City“ vor und debattierte mit uns über verschiedene Themen aus dem Ehrenamt und der Entwicklung des Sports in Großstädten. Die Menschenrechtlerin Sylvia Schenk stellte ihren Werdegang und ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei Transparency International vor und sensibilisierte uns Teilnehmende für verschiedene Menschenrechtsverletzungen im Sport.

In den kommenden Tagen wird der Schwerpunkt des Programmes vor allem im Bereich Sport und Kultur liegen. Wer aufmerksam in den Sportstätten von Buenos Aires unterwegs ist, wird uns sicher nicht verfehlen.


dsj academy camp trifft die Vorstandsvorsitzende des DOSB Veronika Rücker und DOSB Präsidiumsmitglied Gudrun Doll-Tepper im „Youth Olympic Park“ / Foto: Jan Weckelmann

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