Nachhaltige Entwicklungsziele in der Internationalen Jugendarbeit

26.11.2020

Bildung für nachhaltige Entwicklung spielt auch im internationalen Kontext eine wichtige Rolle

Seit 1967 engagiert sich die dsj im Rahmen der deutsch-afrikanischen Zusammenarbeit in unterschiedlichen Bereichen, wie z. B. der Aus- und Fortbildung von Jugendleiter*innen im Sport und einzelnen Projekten, wie dem Aufbau einer Fahrradwerkstatt oder der Organisation von Fachkräfteaustauschen. Allerdings sind die Zeiten der klassischen Entwicklungshilfe vorbei. Aus Geben und Nehmen wird voneinander lernen, aus einseitiger Abhängigkeit wird ein Miteinander. Der Sport schafft dabei vielfältige Möglichkeiten, auf anschauliche Art und Weise Kompetenzen zu vermitteln, Differenzen zu überwinden und Perspektiven für eine gemeinsame Zukunft zu entwickeln.  

Mittlerweile ist die Entwicklungszusammenarbeit daher auch fester Bestandteil der Internationalen Jugendarbeit im Sport und fokussiert sich besonders auf die Möglichkeiten, als non-formaler Bildungsträger die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen auf der ganzen Welt zu stärken und nachhaltige Entwicklung zu fördern. Dies gelingt vor allem durch die Strategische Partnerschaft zwischen der dsj und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) im Programm weltwärts-Begegnungen. Die Förderlinie „weltwärts – außerschulische Begegnungsprojekte“ soll persönliche Begegnungen zwischen jungen Menschen verschiedener Nationen ermöglichen und das Verständnis für ein globales Miteinander fördern. Die Förderlinie ist der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung verpflichtet und wurde im Zuge der Deutsch-Afrikanischen Jugendinitiative (DAJ) im Jahr 2016 initiiert.  

Über die Begegnungen sollen sowohl Einblicke in die verschiedenen Lebenswelten geschaffen, als auch gemeinsames Engagement für Zukunftsthemen gefördert und an lokalen Projekten gearbeitet werden. Inhaltlich liegt der Fokus auf den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals – kurz SDGs).  Die dreijährige Pilotphase des Projekts hat dabei in den Jugendsportstrukturen deutlich gezeigt, wie wichtig das Thema Nachhaltigkeit und insbesondere die 17 Ziele sind, um sich im Rahmen von internationalen Jugendbegegnungen mit globalen Zukunftsthemen auseinander zu setzen. Auch die Thematisierung von Nachhaltigkeit und den SDGs hat im Rahmen der letzten Fachtagung der Internationalen Jugendarbeit gezeigt, welche wichtigen Ansatzpunkte die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung für die Ausgestaltung und Thematisierung nicht nur in Nord-Süd Begegnungen, sondern ganz allgemein für internationale Jugendbegegnungen darstellen. Das Thema nachhaltige Entwicklung bewegt die Mitgliedsorganisationen bereits auf verschiedenen Ebenen und ermöglicht es, junge engagierte Menschen zu erreichen, die die Zukunft nachhaltig mitgestalten möchten. Wichtig ist hierbei, die Schnittstellen zwischen internationaler Jugendarbeit und Jugendarbeit auf nationaler Ebene zu fördern und auszubauen. 



Foto: Adobe/HERRNDORFF_images

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