Inklusion und Engagementförderung

11.11.2014

2. Vernetzungstreffen am 03. November 2014 in Frankfurt am Main

Im Rahmen des Förderprogramms ZI:EL „Zukunftsinvestitionen: Entwicklung jungen Engagements im Sport“, hat die Deutsche Sportjugend ein innovatives Projekt im Bereich der „Inklusion und Engagementförderung“ initiiert. Die Einzelmaßnahme dient der Implementierung des Themas Inklusion, in Zusammenhang mit der Förderung der Qualifikation und des Engagements von jungen Multiplikator/-innen in der Kinder- und Jugendarbeit im Sport. 
Bereits zum zweiten Mal trafen sich die Mitgliedsorganisationen der dsj, um sich zum Thema „Inklusion und Engagementförderung“ auszutauschen.
Mit einem Einstiegsreferat konnte Dr. Volker Anneken vom FiBS (Forschungsinstitut für Inklusion durch Bewegung und Sport) noch einmal für  das Thema Inklusion sensibilisieren und den aktuellen Stand der Wissenschaft beleuchten. Der Vortrag beschäftigte sich u.a. mit Begrifflichkeiten, die im Kontext Inklusion immer wieder eine Rolle spielen u.a. mit der Teilhabe durch Sport. Darüber hinaus ging er auf Strukturveränderungen in der Vereins- und Verbandslandschaft ein, die in den nächsten Jahren eine Rolle spielen könnten um Inklusion in vollem Ausmaß zu leben.
Erika Hillmann und Bernd Siewert von der Lebenshilfe Bremervörde berichten von ihrem Umweltassistent/-innen-Projekt, bei dem Menschen mit Beeinträchtigungen in neue Tätigkeits- und Verantwortungsbereiche mit einbezogen werden. Beschäftigte der örtlichen Werkstätten für Menschen mit Behinderung schlüpfen hier regelmäßig in die Rolle des Vermittlers von Umweltbildung und bieten ein festes Schulklassenprogramm in Verbindung mit der NABU Umweltpyramide an. Die Kinder dürfen sich in Indianer- und Steinzeitprojekten austoben und die Umweltassistenten/-innen freuen sich, sich weiteren Tätigkeiten außerhalb ihrer Werkstatt zu stellen. Dieses nachahmenswerte Konzept beschreibt gelungene Inklusion und Engagementförderung, so wie man sie sich wünscht. Projekte dieser Art ließen sich auch gut in den Sportbereich transferieren und übersetzen.
Am Nachmittag bot Thorsten Schwinn - Paralympics Teilnehmer 2012 im Tischtennis, gemeinsam mit Katharina Schott von der Deutschen Tischtennis-Jugend einen sportlichen Einstieg am Tischtennistisch. Während sie ein höchst interessantes Spiel hinlegten, konnte Thorsten Schwinn locker nebenbei Fragen zu seinem Spitzensport, seiner Vorgeschichte und seinem Standpunkt zum Thema Inklusion beantworten.
Am Nachmittag konnten durch die Durchführung einer interaktiven Austauschrunde Anregungen und Ideen zum Thema Inklusion und Engagementförderung gewonnen werden und die Teilnehmer/-innen hatten Zeit um sich auszutauschen. Ein weiterer Gast war Maren Stahlberg vom Budo-Club Mühlheim. Sie betreut seit Jahren eine inklusive Judogruppe, auch im Wettkampfbereich. Sie informierte über ihre Erfahrungen und stand gemeinsam mit Thorsten Schwinn und Volker Anneken in der Austauschrunde als Expertin zu Verfügung.
Die Nähe zur Basis und die Erfahrungen und die verschiedenen Perspektiven von Menschen mit Beeinträchtigungen standen bei diesem Treffen im Vordergrund. In der Austauschphase gab es reichlich Gelegenheit die eigenen Erfahrungen mit Kolleginnen und Kollegen der anderen Verbände zu teilen und über mögliche weitere Schritte im Themenfeld nachzudenken.
Maßnahmen mit denen sich die dsj im Themenfeld im nächsten Jahr vorrangig beschäftigen wird, sind u.a. die Qualifizierung von Funktionsträger/-innen und Multiplikator/-innen anhand von Modulen und  die Installierung des Systems von Juniorbotschafter/-innen und Vorbildern zum Thema Inklusion.
„Auch beim zweiten Vernetzungstreffen war deutlich zu spüren, dass sich im Bereich Inklusion einiges bewegt. Ich freue mich sehr darüber, dass wir im Sport dazu beitragen Inklusion zu erleben und sie mitzugestalten“, so Ralph Rose, Mitglied im Vorstand der Deutschen Sportjugend, verantwortlich für den Bereich Inklusion.
Als Ansprechpartnerin für die Einzelmaßnahme „Inklusion und Engagementförderung“ steht Hannah Kratz (undefinedkratz@remove-this.dsj.de) zur Verfügung.



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