Netzwerktreffen „Alle in Bewegung – Teilhabe und Vielfalt im Kinder- und Jugendsport erleben“

20.09.2018

Vernetzung von DTJ, dsj und DBSJ wirkt als Vorbild

„Das Netzwerktreffen hat viele Engagierte sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus den unterschiedlichsten Strukturen zusammengebracht. Es war spannend zu sehen, wie schnell Netzwerke entstehen oder erweitert werden“, sagt Lisa Druba, Vorstandsmitglied der dsj, in Hannover.

Dort haben am 14./15. September 2018 die Deutsche Sportjugend (dsj), die Deutsche Turnerjugend (DTJ) und die Deutsche Behindertensportjugend (DBSJ) gemeinsam das Netzwerktreffen „Alle in Bewegung – Teilhabe und Vielfalt im Kinder- und Jugendsport erleben“ ausgerichtet. Mit dabei waren rund 80 Teilnehmer/innen aus den Strukturen des gemeinnützigen organisierten (Kinder- und Jugend-) Sports, der Behindertensportverbände, Übungsleiterinnen und Übungsleiter sowie Vertreter/innen aus Fachstellen, Schule, Politik und Wissenschaft, die im Themenfeld Teilhabe und Vielfalt (Inklusion) aktiv sind und sich für die gelebte Teilhabe engagieren.  „Ich bin mir sicher, dass die Teilnehmenden vieles für sich mitgenommen haben und mit ihren kreativen Ideen und ihrer Motivation die eigenen Projekte weiterhin ausbauen und daran festhalten, Inklusion im Sport umzusetzen“, ergänzt Lisa Druba.

Im Fokus des Netzwerktreffens standen die Themen „Qualifizierungen und Netzwerke(n)“. Das Programm gestaltete sich aus abwechselnden Netzwerk- und Workshop-Phasen, in denen sich die Teilnehmenden aktiv untereinander zum Themenfeld Inklusion im Kinder- und Jugendsport austauschten, vernetzten, diskutierten und neue Impulse für ihre eigene Arbeit erhielten. Das Netzwerktreffen stand unter der Schirmherrschaft von Bundesministerin Dr. Franziska Giffey.

Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einem Impulsreferat von Prof. Dr. Herbert Schubert zum Thema „Netzwerke für die Inklusion im Kinder- und Jugendsport“. Schubert vermittelte ein Grundverständnis von Netzwerken, zeigte Perspektiven für die Vernetzung auf und veranschaulichte Ansatzpunkte für verschiedene Vernetzungsmöglichkeiten im inklusiven Sport. In einer anschließenden Netzwerkphase und während eines Konzerts der Mischa Gohlke Band hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und den ersten Veranstaltungstag ausklingen zu lassen.

Am nächsten Tag starteten die Teilnehmenden mit einer zweiten Netzwerkphase. Themen des Impulsreferats von Prof. Dr. Herbert Schubert wurden dabei aufgegriffen. Die Teilnehmenden diskutierten dabei Fragen wie „Welche Strategien eignen sich zum Entwickeln unserer Netzwerke?“, „Wie tauschen sich die Partner aus, um ihr Netzwerk erfolgreich zu koordinieren?“ und „Welche Netzwerkpartner wünscht ihr euch?“. Entstanden sind dabei ausdrucksvolle Bilder mit zentralen Sätze zu Inklusion im Sport, die die Gemeinsamkeiten der Teilnehmenden widerspiegeln. Wiebke Glischinski, die Vorsitzende der DTJ setzt auf Vernetzung. Sie sagte: „Die erfolgreiche Vernetzung von DTJ, dsj und DBSJ auf Bundesebene wirkt vorbildhaft und nachhaltig in die Verbände und Vereine der jeweiligen Organisationen.“

In zwei Workshop-Phasen, die auf den Modulen des Handbuchs „Teilhabe und Vielfalt – Qualifikationsinitiative“ basierten,  wurden theoretische und praktische Möglichkeiten aufgezeigt, wie Strukturen für Teilhabe und Vielfalt (Inklusion) im organisierten gemeinnützigen Kinder- und Jugendsport implementiert und weiterentwickelt werden können. Die Module befassen sich u.a. mit den Themen vielfältig Spielen, Sporttreiben, Strukturieren und Anleiten. Sie zeigen zudem auf, welche Chancen sich durch aktive Umsetzung von Teilhabe und Vielfalt ergeben und geben darüber hinaus einen Überblick über die vielfältigen Behinderungsformen. Vor allem wird die praktische Umsetzung des Inklusionsprozesses im Verein oder Verband beschrieben. „Mit dem Netzwerktreffen hat die Umsetzung von Inklusion in den Sportvereinen und -verbänden wieder einen großen Schritt vorwärts gemacht“, sagt Lars Pickardt, der Vorsitzende der DBSJ und bekräftigt damit das Engagement der teilnehmenden Akteur/innen.
Den Abschluss der Veranstaltung bildete das Duo „großraumdichten“, die einen während der Veranstaltung kreierten poetischen Rückblick präsentierten.

Das Netzwerktreffen „Alle in Bewegung – Teilhabe und Vielfalt im Kinder- und Jugendsport“ wurde über das Förderprogramm ZI:EL+ „Zukunftsinvestition: Entwicklung jungen Engagements im Sport“ aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans des Bundes vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert.


Netzwerken für Inklusion im Sport, Foto: dsj/Tim Dannenberg

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