#NoFutureWithoutYouth

08.05.2019

Jugendarbeit beim Europarat darf nicht durch Budgetkürzungen gefährdet sein

Da der Europarat mit einer schweren Haushaltskrise zu kämpfen hat, wurde ein Notfallplan erstellt, zu dem aktuell verhandelt wird. U.a. hatte 2017 Russland beschlossen, die Mitgliedszahlungen auszusetzen. Wird der Plan umgesetzt, wird die Jugendabteilung im Europarat eingestellt werden.

dsj-Vorstandsmitglied Kirsten Hasenpusch kritisiert die Pläne: „Ist das wirklich Zukunft und jugendgerecht? Die Finanzierung der Aktivitäten des Jugendsektors aus dem ordentlichen Haushalt zu beenden und gleichzeitig öffentlich zu verkünden, dass die Jugend die Zukunft Europas darstellt, ist doch paradox und sendet eine äußerst entmutigende Botschaft an Jugendliche, Jugendarbeiter und Jugendorganisationen in den Mitgliedstaaten. Hier müssen sich die deutschen Vertreter*innen in Straßburg für eine Verbesserung einsetzen. Wir wollen das dsj-Motto 'In die Zukunft der Jugend investieren – durch Sport' eingelöst wissen." Hasenpusch ist gleichzeitig Sprecherin des Deutschen Nationalkomitees für Internationale Jugendarbeit (DNK), dem Netzwerk aller deutschen Jugendverbände für den multilateralen Bereich.  

Der Europarat ist ein eigenständiger Zusammenschluss europäischer Staaten mit 47 Mitgliedsländern   und kein Organ der Europäischen Union, der im Besonderen dafür arbeitet, Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu schützen und zu bewahren.  Im Jugendbereich des Europarates gab es bisher zwei europäische Jugendzentren in Straßburg und Budapest, in denen Jugendorganisationen internationale Seminare durchführen konnten. Auch die ENGSO Jugend, das europäische Jugendsportnetzwerk hat hier Veranstaltungen durchgeführt. Es gab über den Europarat außerdem die Möglichkeit der Antragstellung von europäischen Jugendprojekten bei der European Youth Foundation und es existiert das sog. Co-Management-System, bei dem Jugenddelegierte aus Mitgliedsländern Mitsprache an den Entscheidungen der Mitgliedstaaten des Europarates im Bereich Jugend und Sport haben.  

Unter dem Hashtag #NoFutureWithoutYouth wird die Debatte der Kürzungskritiker geführt.


Grafik: fotolia.com/Savvapanf Photo

Zur News-Übersicht