Gemeinsames Positionspapier des DOSB und der dsj

20.05.2020

„Bildung braucht Bewegung! Kein Verzicht auf Sport in der Schule – trotz Corona“

Seit Wochen gibt es aufgrund der Coronasituation kaum Bewegungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche. Neben allen anderen organisierten Angeboten in Freizeit und Vereinen ist auch der Schulsport aus dem Alltag der Kinder und Jugendlichen verschwunden. Nun werden die Schulen langsam wieder schrittweise geöffnet. Vorrangig in Kleingruppen werden tageweise die Kernfächer und einzelne Nebenfächer wieder unterrichtet. Davon ausgenommen ist der Sportunterricht, da aus Gründen der Infektionsgefahr der Sportunterricht über Landesverordnungen aktuell untersagt wird. 


Dies kann und darf nicht sein. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und die Deutsche Sportjugend (dsj) setzen sich daher dafür ein, nach gangbaren Wegen zu suchen, um einen bewegten Schulalltag unter Einbeziehung des Unterrichtsfachs Sport und des Schulsports zu ermöglichen. Hierfür bieten sie ausdrücklich ihre Kooperation an.
Der DOSB und die dsj appellieren an die Bildungsministerien der Länder sowie an alle in Schulen Verantwortlichen, parallel zur Öffnung von Schulen die notwendige und unverzichtbare Bewegungsförderung aller Kinder und Jugendlichen zu berücksichtigen. 


Wenn Distanzregeln eingehalten, Körperkontakte auf ein Minimum reduziert, kreative Bewegungsformen unter anderem im Freien angeboten und die Hygieneregeln eingehalten werden, muss Bewegung, Spiel und Sport auch im schulischen Kontext möglich sein und umgesetzt werden.
Mit dem gemeinsamen Positionspapier „Bildung braucht Bewegung! Kein Verzicht auf Sport in der Schule – trotz Corona“ fordern DOSB und dsj in aller Deutlichkeit dazu auf, dem aktuell durch Corona nochmals verstärkten Bewegungsmangel nun aktiv, entschlossen und gemeinsam entgegenzuwirken.



Foto: Adobe/WavebreakMediaMicro

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