Schutz vor Gewalt gegen Kinder und Jugendliche im europäischen Sport

01.03.2019

dsj ist Partner im EU-Projekt CASES

Wie können wir Zahlen zur Gewalt gegen Kinder und Jugendliche im europäischen Sport generieren? Mit dieser Frage startete das erste Treffen von Wissenschaftler/innen aus sechs europäischen Ländern und drei Sportverbänden im von Erasmus+ geförderten Projekt CASES („child abuse statistics in european sport“).  An der Edge Hill University (England) wurden die Forschungsfragen geschärft und Zeitpläne entwickelt. CASES wird von 2019-2022 in sechs verschiedenen europäischen Ländern quantitative Befragungen durchführen, um die Häufigkeit von emotionaler, physischer und sexualisierter Gewalt im Sport gegen Kinder und Jugendliche zu untersuchen. Die Deutsche Sportjugend ist neben Sport England und IAAF (International Association of Athletics Federation) als Partner im Projekt für die Verknüpfung der Wissenschaft mit der Praxis zuständig.

„Das EU-Projekt CASES zeigt, dass Kinderschutz im Sport nicht an Grenzen halt macht. Wir arbeiten gemeinsam mit unseren internationalen Partnern daran, Brücken zwischen der Wissenschaft und den Sportorganisationen zu schlagen. Auf der anderen Seite können wir feststellen, dass in anderen Ländern großer Bedarf herrscht, an unseren gemachten Erfahrungen der vergangenen Jahre, in denen die Deutsche Sportjugend sich konsequent für den Kinderschutz im Sport engagiert hat, zu partizipieren.“, erklärt Jan Holze, dsj-Vorsitzender.

Die Ergebnisse der europaweiten Befragungen werden im Jahr 2021 in einem internationalen Symposium in Zusammenarbeit mit der IAAF  präsentiert sowie bei nationalen Fachtagungen in den beteiligten Ländern (Belgien, Deutschland, England, Österreich, Rumänien, Spanien). Auf Basis der Ergebnisse werden Materialien für die Aus- und Fortbildung im Sport sowie Informationen für Sportvereine produziert.  Aus Deutschland sind an dem Projekt ebenfalls beteiligt die Deutsche Sporthochschule Köln (Dr. Bettina Rulofs) und die Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie des Universitätsklinikums Ulm (Dr. Marc Allroggen).


Die Partner im EU-Projekt CASES trafen sich an der Edge Hill Universität/England / Foto: M. Jones/Edge Hill University

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