Sexualisierte Gewalt im Sport: Landessportbund NRW sucht Mitwirkende für erstmaligen Betroffenenrat

17.06.2021

Verbesserte Handlungsfähigkeit für Vereine, Bünde und Verbände als Hauptziel

Die Kontaktaufnahme und sämtliche Informationen werden selbstverständlich vertraulich behandelt: Um sexualisierte Gewalt im Sport als gesellschaftliches Thema zu enttabuisieren und aktiv aufzuarbeiten, sucht der Landessportbund NRW ab sofort Personen für eine Mitarbeit in einem erstmals eingerichteten Betroffenenrat. Wer sexualisierte Belästigung, Grenzverletzung oder Gewalt im organisierten Sport selbst erlebt hat, kann in diesem Gremium sein Wissen und seine Erfahrungen einbringen. Der LSB-Betroffenenrat hat die Möglichkeit, künftig unter anderem seine Erwartungen an Verantwortungsträger*innen im Sport zu formulieren, damit diese das erlittene Unrecht anerkennen, und sich an der Weiterentwicklung von Maßnahmen der Intervention und der Prävention zu beteiligen. Als Koordinatorin ist Mandy Owczarzak (Westfalen Sportstiftung), ausgebildete Sportwissenschaftlerin, Supervisorin sowie Traumaberaterin, die erste Ansprechpartnerin.

„Die Sichtweisen, Erwartungen und Erfahrungen von Betroffenen sind für die Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt im Sport unverzichtbar. Deshalb möchte ich Betroffene bitten, eine Mitarbeit in Betroffenenrat zu erwägen. Ich möchte sie ausdrücklich dazu ermutigen, sich zu melden und freue mich, wenn sie sich dafür entscheiden, bei diesem wichtigen Thema mitzuwirken“, erklärt Dr. Birgit Palzkill, Unabhängige Beauftragte zum Schutz vor sexualisierter Gewalt im Sport des Landessportbundes NRW. „Durch die Gründung eines solchen Betroffenenrats können wir dem erklärten Ziel näher kommen, eine verbesserte Handlungsfähigkeit für Vereine, Bünde und Verbände bei der dringend notwendigen Verbesserung im Umgang mit sexualisierter Gewalt im Sport zu entwickeln“, betont der zuständige LSB-Vorstand Martin Wonik. Alle Details gibt es auf der Website des LSB NRW.  



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