Solidarität, Respekt, Teamgeist und Fair Play sind Werte im Sport und des generellen Zusammenlebens

25.08.2020

Die dsj zeichnet Zwischenruf des DNK zur Unterstützung des belarusischen Jugendrings „RADA“ mit

Die Deutsche Sportjugend ist Mitglied des Deutschen Nationalkomitee für internationale Jugendarbeit (DNK). In dieser Arbeitsgemeinschaft trifft sie gemeinsam mit dem Deutschen Bundesjugendring und dem Ring Politischer Jugend Vereinbarungen über gemeinsames Vorgehen in der internationalen Arbeit der deutschen Jugendverbände. Über das DNK bestehen langjährige Kontakte mit vielen Jugendringen und -verbänden anderer Länder. So auch mit dem belarusischen Jugendring „RADA“, der sich aktuell aufgrund der Unruhen im Land in einer sehr schwierigen Lage befindet. Um Unterstützung zu zeigen, hat das DNK einen Zwischenruf veröffentlicht.  

Dsj-Vorstandsmitglied Kirsten Hasenpusch ist Sprecherin des DNK und betont: „Im Sport werden Werte vermittelt. Werte, wie Solidarität, Respekt, Teamgeist und Fair Play.  Werte, die in anderen Ländern, wie derzeit Belarus, leider wenig Bedeutung haben. Daher stehen wir, gemeinsam mit den weiteren Mitgliedsorganisationen des DNK, solidarisch an der Seite des belarusischen Jugendrings „RADA“ – für faire Wahlen, freie Meinungsäußerung und die Achtung von Menschenrechten.“ 

Wir veröffentlichen hier den Wortlauft den DNK-Zwischenrufes in deutscher und in englischer Sprache:

Wir stehen an der Seite unserer belarusischen Partnerorganisation ‚RADA‘  

Mit großer Sorge verfolgen wir, die Jugendorganisationen des Deutschen Nationalkomitees für internationale Jugendarbeit schon lange die aktuelle Situation in Belarus. Nachdem bereits vor der Wahl eine der größten Bürgerbewegungen für Demokratie, Menschenrechte und freie sowie faire Wahlen In der Geschichte des Landes entstanden ist und große Demonstrationen stattgefunden haben, blickten wir jedoch aufgrund der autokratischen Führung des Landes auch ängstlich auf den Wahltag.  

Bereits während der Wahl ist es zu zahlreichen Zwischenfällen gekommen, denn nicht alle Menschen hatten Zugang zu Wahlbüros, unabhängige Wahlbeobachter wurden nicht zugelassen, belarusische gar unter Druck gesetzt. Als erste Demonstranten auf die Straße gingen, wurde das Internet abgeschaltet und erste Militär- und Spezialeinheiten zogen in die Städte.  

Viele der Menschen, die mutig, tapfer und leidenschaftlich für demokratische Werte, faire Wahlen und freie Meinungsäußerung demonstrierten, sind junge Menschen. Was mit ihnen passiert ist, lässt sich kaum in Worte fassen. Es gibt mehr als 7.000 verhaftete, zahlreiche Verletzte und noch mehr schockierte und entsetzte Menschen. Wir sind schockiert über die unglaubliche Brutalität der Polizei und Spezialeinheiten, die zum Teil willkürlich jegliche Demonstrantinnen und Demonstranten niedergeprügelt, festgenommen und unter großen Druck gesetzt haben. Die Bilder machen uns fassungslos und sprachlos. 

Wir stehen entschlossen an der Seite unseres Partners, dem Belarusischen Jugendring ‚RADA‘ und rufen deutsche Politikerinnen und Politiker dazu auf in den Dialog mit der belarusischen Opposition zu treten, sich für faire Wahlen und demokratische Grundprinzipien einzusetzen, um den Menschenrechtsverletzungen im Land ein Ende zu setzen und den Menschen vor Ort den Weg in eine demokratische Zukunft zu ermöglichen. 

Wir begrüßen die Entscheidung der EU Staats- und Regierungschefs, das Wahlergebnis in Belarus nicht anzuerkennen. 

English version:  

We stand united with our Belarusian partner organization ‘RADA’  

With great concern we, the youth organizations of the German National Committee for International Youth Work have been following the current situation in Belarus for a long time. After one of the largest movements for democracy, human rights and free and fair elections in the history of the country had already emerged before the elections and large demonstrations had taken place, we were, however, also anxious about election day due to the autocratic leadership of the country.   

During the election there were already numerous unjust incidents: not all people had access to polling stations, independent election observers were not allowed, Belarusian people were even put under pressure. When the first protesters took to the streets, the Internet was switched off and the first military and special units moved into the cities.   

Many of the people who demonstrated courageously, bravely and passionately for democratic values, fair elections and freedom of expression are young people. What happened to them can hardly be put into words. There are more than 7,000 arrested, numerous injured and even more upset and horrified. We are shocked by the unbelievable brutality of the police and special units, some of which have arbitrarily beaten up, arrested and intimidated any protesters. The pictures leave us appalled and speechless.  

We stand resolutely on the side of our partner, the Belarusian Youth Ring 'RADA' and call on German politicians to enter into dialogue with the Belarusian opposition, to support fair elections and basic democratic principles in order to put an end to human rights violations in Belarus and to enable the people on the ground to find their way to a democratic future.  

We welcome the decision of the EU heads of state and government not to recognize the election results in Belarus.   



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