Sport verbindet Kulturen – auch während der Corona-Pandemie

10.02.2021

Erfahrungsberichtsreihe gibt Einblicke in die internationale Jugendbegegnungen (IJA) im Sport, die in der Corona-Zeit 2020 stattgefunden haben

Als Dachverband des deutschen Kinder- und Jugendsports vertritt die Deutsche Sportjugend die Interessen ihrer Mitgliedorganisationen und bietet im Rahmen von Sportaustauschprogrammen eine umfassende Beratung und Betreuung. Sie pflegt und fördert Kooperationen mit Partnerorganisationen verschiedener Länder. Besonders die Begegnung junger Menschen ist in der heutigen, zunehmend globalisierten Welt und einer multikulturellen Gesellschaft, von besonderer Bedeutung. Durch das Teilen von Erfahrungsberichten will die dsj in den nächsten Wochen Einblicke in einzelne internationale Jugendbegegnungen geben, die aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert werden.   

Als die Tischtennisabteilung des TuS 1863 Aschaffenburg-Damm e.V. ihren Partnerverein aus Griechenland im Sommer 2019 Richtung Heimat verabschiedete, war schnell klar, dass sie im nächsten Jahr zu einem Gegenbesuch aufbrechen werden. Dass die ganze Welt im Jahr 2020 von einer Pandemie überrascht wird, damit konnte niemand rechnen. Die Dämmer Tischtennisspieler*innen konnten sich jedoch nicht von dem Gegenbesuch nach Griechenland abbringen lassen und sind als eine von zwei Sportgruppen im August für acht Tage nach Griechenland gereist.  

Die Planungen im Vorhinein waren weit aus intensiver als vor Corona-Zeiten und mehr als einmal sah es danach aus, die Reise absagen zu müssen. Was an dem einen Tag galt, war oft am nächsten Tag schon wieder überholt. Eine große Herausforderung war beispielsweise die Flugbuchung, denn oft wurden gebuchte Flüge wieder abgesagt und es musste nach Alternativen gesucht werden. Zudem mussten alle Teilnehmer*innen und Betreuer*innen mehrere Coronatests absolvieren. Angekommen in Griechenland, war von der Pandemie jedoch nicht mehr viel zu spüren. Lediglich beim Einkaufen oder bei Restaurantbesuchen musste Maske getragen werden. 

Neben dem regelmäßigen Tischtennistraining standen für die 17 deutschen und 19 griechischen Teilnehmer*innen zudem ein Badetag am Strand von Agiokampos, zwei Museumsbesuche in Larissa und Metaxochori und das Besichtigen von den Meteora-Klöstern, welche zum Weltkulturerbe gehören, auf dem Programm. Ein besonderes Ereignis war außerdem die Pflanzung von 15 Bäumen, als Zeichen der Freundschaft, zwischen den beiden Vereinen. 

“Wir haben gezeigt, dass auch während der Pandemie eine Jugendbegegnung stattfinden kann, und es war toll! Solch eine Herausforderung zu meistern, gelingt jedoch nur, wenn alle gemeinsam an einem Strang ziehen. Diese Maßnahmen sind etwas ganz Tolles. Die Gruppe wird zusammengeschweißt und die Freundschaft mit den Griechen ist etwas, was hoffentlich ewig hält”, betont Albrecht Baume, Betreuer des deutschen Vereins. 

Auch nach der Begegnung haben die Vereine regelmäßig Kontakt über Social-Media und hoffen auf ein gemeinsames Wiedersehen im Sommer 2021. 

Vereine, die Interesse an der Durchführung internationaler Jugendbegegnungen haben, finden alle Informationen auf www.dsj.de/internationales und können sich an das dsj-Team unter internationales@remove-this.dsj.de wenden. 

Die Deutsche Sportjugend plant für die 2. Jahreshälfte 2021 die dritte Deutsch-Griechische Partnertagung, die der Vermittlung und dem Aufbau von deutsch-griechischen Vereinspartnerschaften dient. Sportvereine, die Interesse an einem griechischen Partnerverein haben, können das Formular zur Suche einer Partnerorganisation ausfüllen. 



Foto: TuS 1863 Aschaffenburg-Damm e.V.

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