Sport verbindet Kulturen

09.01.2020

Internationale Jugendbegegnungen im Sport

Die Winterreihe „Sport verbindet Kulturen“ verleiht Einblicke in die Internationale Jugendarbeit (IJA) im Sport.  

Als Dachverband des deutschen Kinder- und Jugendsports vertritt die Deutsche Sportjugend die Interessen ihrer Mitgliedsorganisationen und bietet ihnen im Rahmen von Sportaustausch-programmen eine umfassende Beratung und Betreuung. Darüber hinaus pflegt und fördert sie Kooperationen mit Partnerorganisationen in verschiedensten Ländern.  

Besonders die Begegnung junger Menschen ist in einer zunehmend globalisierten Welt und einer multikulturellen Gesellschaft wie heute von besonderer Bedeutung. Durch das Teilen von Erfahrungsberichten wollen wir Einblicke in einzelne internationale Jugendbegegnungen geben, die aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert werden. 

„I will never forget the fun times we had while playing volleyball together, visiting different cities and trying new food. We all connected so much in such a short time“, schwärmt Louisa Jansen über die deutsch-israelische Jugendbegegnung zwischen ihrem Heimatverein, dem VfK Berlin-Südwest e.V. und dem Volleyballverein Maccabi Nazareth. Unter der Leitung von Susanne Hintz ist die Gruppe von 14 Mädchen in Tel Aviv gelandet und mit dem Reisebus weiter nach Nazareth gefahren, um in der Salvatorian Sister School voller Vorfreude und Aufregung zum ersten Mal auf ihre israelischen Partnerinnen und Gastfamilien zu treffen. Bei interessanten Gesprächsrunden und traditionellem Essen konnte die erste Begegnung der beiden Vereine eingeleitet werden. In den folgenden 10 Tagen tauchten die deutschen Jugendlichen nicht nur in ein sportlich-kulturelles Programm, sondern auch voll und ganz in das Leben ihrer israelischen Altersgenossen ein. „It was just amazing to see how sports connected so many different girls“, beschreibt Trainerin Shainca Hein das Gefühl von Zusammengehörigkeit, das die Mädchen insbesondere beim gemeinsamen Volleyballspielen verspürten und dazu verhalf, die ersten sprachlichen Hürden zu meistern und aufeinander zuzugehen. 

Neben dem sportlichen Programm ermöglichten insbesondere die Besuche von Tel Aviv, Haifa und Jerusalem einen Zugang zu spannenden Diskussionsthemen rund um die deutsch-israelische Vergangenheit, den aktuellen Umgang mit unterschiedlichen Glaubensrichtungen sowie die Bedeutung dieser für junge Frauen, bei denen sich die Jugendlichen mit viel Engagement einbringen konnten. Insbesondere die gemeinsame Auseinandersetzung mit dem Holocaust war eine intensive, emotionale und bereichernde Erfahrung für die Mädchen aus beiden Ländern. 

Die Zeit in Israel war für alle Teilnehmerinnen eine besondere Erfahrung, sich mit deutsch-israelischen Beziehungen und Jugendbegegnungen auseinander zu setzen und neue Menschen, Kulturen und Themen kennen zu lernen. Nur wenige Monate im Anschluss freuten sich der VfK Berlin-Südwest e.V. und Maccabi Nazareth über einen Gegenbesuch der israelischen Gruppe in der Hauptstadt Berlin und planen auch in Zukunft weitere Begegnungen, um den interkulturellen Austausch von Kindern und Jugendlichen zu fördern. 

Vereine, die Interesse an der Durchführung internationaler Jugendbegegnungen haben, finden alle Informationen auf www.dsj.de/internationales und können sich an das dsj-Team unter internationales@dsj.de wenden.  

ConAct- das Koodinierungszentrum für den deutsch-israelischen Jugendaustausch veranstaltet im März 2020 ein deutsch-israelisches Match-Making Seminar, um neue Vereinspartnerschaften auf den Weg zu bringen. An dem Seminar können auch dieses Jahr wieder Sportvereine teilnehmen, um in Kontakt mit einem israelischen Partnerverein zu kommen. Sportvereine, die Interesse an einem israelischen Partnerverein haben, finden hierzu nähere Informationen auf https://www.conact-org.de/news-termine/conact-termine/termin-detail/news/new-con-t-acts-match-making-seminar-2020-teil-1/



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