Sportjugend Rheinland-Pfalz

21.11.2018

Mainzer Sport-Paten- und Qualifizierungsmodell für junge engagierte Flüchtlinge

Die Projektziele sind erreicht, die Dokumentation mit der Zusammenfassung der Ergebnisse und neuen Erkenntnisse stehen an, um sie mit anderen Organisationen zu teilen. Ziel war das Finden und die Qualifizierung von jungen ehrenamtlich engagierten, weiblichen und männlichen Geflüchteten für elementare Betreuungsaufgaben in Sportvereinen. Zur Durchführung des Projektes wurde ein Team zusammengestellt, das vor allem praktische Erfahrungen in Sachen Flucht, Integration, Interkulturelles und Sport mitbrachte. Federführend dabei war der Sport- und Kulturverein Arc en Ciel Mainz um Fatma Polat.

Der Verein bildet eine Brücke zwischen traditionellen Mainzer Sportvereinen und den Unterkünften für Geflüchtete, die neben der Stadt in Trägerschaft unterschiedlicher Organisationen geführt werden. Es fanden sich vier „Azubis“ nach persönlicher Ansprache in Mainzer Flüchtlingsunterkünften: zwei Frauen aus Afghanistan und zwei Männer aus Syrien. Ihr theoretisch erworbenes Wissen testeten Sie, „on the Job“ im Sommerferiensportcamp des SV Mainz-Weisenau in enger Begleitung von Vereinspaten. Dabei ging es um Aufgaben, wie z.B. Trainings-, Spiel- und Wettkampbetreuung, Schiedsrichtern, Turnierorganisation, Organisation und Begleitung von sozialen Vereinsveranstaltungen und Angeboten, Betreuung und Pflege von Sportstätten, Verwaltungsaufgaben im Verein, Vernetzung und Kooperationsangebote in Kindertagesstätten und Schulen. Besonders beweisen konnten sie sich durch ihre mitgebrachten Kompetenzen, nämlich im Umgang mit sieben teilnehmenden Kindern mit Fluchterfahrung.

Für ihr erfolgreiches Engagement wurden die vier jungen Menschen mit einem Zertifikat belohnt, das sie gleich voller Stolz in den sozialen Medien posteten. Ob in Deutschland oder einer anderen Heimat - die erworbenen Kompetenzen sind nachhaltig und universell einsetzbar.


Foto: Sportjugend Rheinland-Pfalz

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