Stärkung der Präventionsarbeit gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Hass im Netz

16.01.2020

Die Deutsche Sportjugend begrüßt den Dialog der Bundesregierung

Bundesfamilienministerin Giffey und Bundesinnenminister Seehofer haben sich gestern gemeinsam mit Fachleuten über eine Förderung der Präventionsarbeit gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Hass im Netz ausgetauscht. Dieser Dialog zahlt hiermit in die Aktivitäten der Bundesregierung zur Umsetzung des Maßnahmenpakets zur Bekämpfung des Rechtsextremismus und der Hasskriminalität ein, das am 30. Oktober 2019 im Bundeskabinett beschlossen wurde. Dabei sollte sichergestellt werden, dass die Programme gut miteinander abgestimmt sind und den Bedarfen vor Ort entsprechen. 

Insbesondere die Aussage von Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey begrüßt die dsj: „Die Attacken auf engagierte Demokratinnen und Demokraten vor Ort, die Einschüchterungen und Angriffe, die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in den Kommunen erleben, all das zeigt, dass der Rechtsextremismus eine reale Gefahr für unsere Demokratie ist. In dieser Situation müssen wir die Kräfte bündeln und die Arbeit der Bundesregierung eng abstimmen – genau dazu dient der Schulterschluss zwischen dem Bundesinnenministerium und dem Bundesfamilienministerium heute.  Es braucht beides: Einerseits konsequente Strafverfolgung und null Toleranz für rechtsextreme Angriffe. Andererseits die Unterstützung der Menschen, die vor Ort Hass und Menschenfeindlichkeit entgegentreten.“ 

(Pressemitteilung des Bundesfamilienministeriums, 15.01.2020) 

Hass und Anfeindungen erleben auch ehrenamtlich engagierte Menschen im gemeinnützigen, organisierten Sport. Ob Demokratieberater*innen vor Ort in den Vereinen und Verbänden oder Schiedsrichter*innen auf den Sportplätzen, sie alle berichten von verbalen und körperlichen Übergriffen und Gewalt. Der dsj-Vorstand und die Geschäftsstelle der Deutschen Sportjugend sagen gemeinsam: Stop! Mit dem Vorstandsbeschluss vom 14. Dezember 2019 signalisiert die Deutsche Sportjugend der Sportgemeinschaft Rückendeckung und eine volle Unterstützung für die Akteur*innen vor Ort.  

Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, Horst Seehofer: „Als Bundesinnenminister ist es mir wichtig, dass alle Menschen in Deutschland sicher leben können. Sicherheit und Prävention gehören zusammen. Neben dem Staat kommt der Gesellschaft heute mehr denn je eine zentrale Rolle im Kampf gegen Extremismus und Antisemitismus zu. Vereine und Verbände sind gerade im ländlichen Raum besonders wichtige Partner.“ (Pressemitteilung des Bundesfamilienministeriums, 15.01.2020) 

Die Deutsche Sportjugend ist bereit, ihre jahrelange Expertise in Demokratieförderung im und durch den gemeinnützigen, organisierten Sport in den Prozess einzubringen:  

Weitere Informationen:  

  • Vorstandsbeschluss: Deutsche Sportjugend verurteilt Angriff der AfD-Fraktion im Landtag in Brandenburg:  

https://www.dsj.de/ja/news/artikel/deutsche-sportjugend-verurteilt-angriff-der-afd-fraktion-brandenburg-auf-die-werte-des-sports/ 

  • Benny Folkmann (dsj-Vorstand): Steht auf gegen Hetze – seid laut gegen Rassismus und Antisemitismus!: 

https://www.dsj.de/ja/news/artikel/steht-auf-gegen-hetze-seid-laut-gegen-rassismus-und-antisemitismus/ 

  • „Miteinander statt gegeneinander“ – Sport und Politik im Quartier: 

https://www.dsj.de/ja/news/artikel/miteinander-statt-gegeneinander-sport-und-politik-im-quartier/ 

  • Für Demokratie und ein respektvolles Miteinander – Sport mit Courage: 

https://www.sport-mit-courage.de/ 



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