„Training für den Umsturz“

24.09.2020

Veranstaltung zu Kampfsport in der extremen Rechten

Die extreme Rechte rüstet auf. Die militante Neonaziszene, extrem rechte Parteien und Eventveranstalter haben in den vergangenen Jahren gezielt Strukturen im Kampfsport aufgebaut. Eigene Kampfsportstudios, Kleidungsmarken, internationale Netzwerke sowie Fight Nights spielen in ihren Strategien zur Vernetzung, Finanzierung und Rekrutierung eine wichtige Rolle. Beispielhaft für diese Entwicklung ist der „Kampf der Nibelungen“, das mittlerweile größte Kampfsportevent der militanten Neonaziszene in Westeuropa. Interessant sind für diese Gruppierungen vor allem Kampfsportarten wie z. B. Mixed Martial Arts und Kickboxen. Orientiert am realen Straßenkampf trainieren sie hier – auch – für politisch motivierte Gewalttaten.  

Die „Kompetenzgruppe Fankulturen und Sport bezogene soziale Arbeit (KoFaS)“ mit ihrem Projekt „Vollkontakt. Demokratie und Kampfsport“ lädt zusammen mit der Friedrich-Ebert-Stiftung zur Veranstaltung „Training für den Umsturz“ ein. Der Livestream mit Onlinediskussion findet am 6. Oktober 2020 von 18.00bis 19.30 Uhr in Berlin und online statt.  

Ziel ist es, die Entwicklungen und Strategien in der extremen Rechten aufgreifen und in einem breiten, gesellschafts- sowie sportpolitischen Kontext zu diskutieren. Auch die Frage nach einer sinnvollen Prävention von Gewalt, Diskriminierung und extrem rechten Einflüssen im Kampfsport wird in der Debatte im Mittelpunkt stehen. 

Die Deutsche Sportjugend ist Projektpartnerin bei „Vollkontakt. Demokratie und Kampfsport“ und an der Podiumsdiskussion beteiligt. 

Weitere Informationen unter: www.fes.de/forum-politik-und-gesellschaft/artikelseite-news-slider/forum-politik-und-gesellschaft/vollkontakt 
Anmeldung unter: www.fes.de/lnk/3vv  

Robert Claus, Experte für die Kampfsport- und Hooliganszene, hat zudem das Fachbuch „Ihr Kampf. Wie Europas extreme Rechte für den Umsturz trainiert“ veröffentlicht, das das wachsende internationale Kampfsport-Netzwerk militanter Neonazis mit Verbindungen zu Hooligans, RechtsRockbands und Securityunternehmen analysiert. Gerahmt werden die Texte durch Beiträge zu Fragen der Prävention sowie eine Reportage über den internationalen Kampfsporttourismus, der bis nach Thailand reicht.  
Weitere Informationen und Bestellung unter: www.werkstatt-verlag.de/isbn/9783730705155  



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