Ungewöhnlich, aber erfolgreich!

12.11.2020

Japan-Trägertagung und deutsch-japanischer Online-Austausch

Das „Jahrestreffen“ der Träger*innen des deutsch-japanischen Simultanaustauschs findet gewöhnlich immer Anfang November statt, um die durchgeführten Maßnahmen im Jahr Revue passieren zu lassen und sich für den Austausch im nächsten Jahr abzustimmen. Die Corona-Pandemie macht alle gewöhnlichen Dinge unmöglich, auch im Bereich deutsch-japanischem Austausch. Alle für 2020 geplanten Austauschprogramme, sowohl der Jugend- als auch Fachkräfteaustausch, wurden abgesagt. Die Trägertagung fand zum ersten Mal digital statt - gewöhnlich für dieses Jahr, aber mit „ungewöhnlichen“ Inhalten. 

So schalteten sich die Vertreter*innen der beteiligten Verbände am 6. und 7. November 2020 entweder von zuhause oder aus dem eigenen Büro zur Videokonferenz zu.  
Zuerst berichtete Eric Tietz (AG Japan, Deutsche Schachjugend), der dieses Jahr die deutsche Delegation geleitet hätte, von der Informationsveranstaltung für das Leitungsteam, die Anfang des Jahres noch im Präsenz stattfand und vom digital durchgeführten Vorbereitungsseminar für die Gruppenleitung im März. Anschließend wurden die denkbaren Szenarien und Optionen für die Durchführung des Austausches im kommenden Jahr vorgestellt. Der Simultanaustausch soll nächstes Jahr auf jeden Fall durchgeführt werden, entweder als Corona-konform angepasste Präsenzveranstaltung oder in digitaler Form.  
Zudem wurden die Teilnehmer*innen über den aktuellen Stand der Vertragsverlängerung für die Fortsetzung des Simultanaustausches 2022-2023, sowie über die neu erstellten Arbeitshilfen für den Simultanaustausch informiert. 

Im Jahr 2023 feiert der deutsch-japanischen Sportjugend-Simultanaustausch das 50. Jubiläum und gleichzeitig wird der Vertrag verlängert. Als „Vorbereitung“ für dieses große Ereignis wurde im zweiten Teil des Freitagabends in einem Workshop der gesamte Austausch ausgewertet und seine aktuelle Struktur unter die Lupe genommen. In kleinen Gruppen wurde diskutiert, welche Stärken und Schwächen der aktuelle Austausch hat, wie er in Zukunft aussehen und was verbessert werden könnte. 
Gewöhnlich klingt der erste Abend mit einem gemeinsamen Abendessen aus. Dieser informelle, aber wichtige gesellige, Teil für das Netzwerktreffen sollte nicht ausfallen! So bot das Japan-Team, Kaori Miyashita und Michiko Masuch-Furukawa, mit Unterstützung von Kirsten Hasenpusch und Ferdinand Rissom einen online Sushi-Workshop an. Am Ende waren über die Kameras viele geglückten Sushi-Rollen zu sehen.  

Der zweite Tag begann mit einem virtuellen Informationsaustausch mit der Japanischen Sportjugend (JJSA) zum Thema „Sportaktivitäten in der Corona-Krise“. Maki Nakao, Mitarbeiterin der JJSA, und Kirsten Hasenpusch, dsj-Vorstand, referierten über die aktuelle Lage des Sports in den jeweiligen Ländern und seine Fördermöglichkeiten. Chantal Jakstadt, (AG-Japan, Sportjugend NRW) stellte zudem das Jugendevent „BeUnited@home“ der Sportjugend NRW, als „Best Praxis Beispiel“ für digital durchgeführte Maßnahme, vor. 

Im Anschluss der Trägertagung traf sich die Arbeitsgruppe Japan per Videokonferenz, wertet die Tagung aus und diskutierten über die Zukunft des Austausches. 



Foto: dsj

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