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Japanische Delegation des 44. deutsch-japanischen Sportjugend-Simultanaustausches eingetroffen

Die Ankunft der japanischen Delegation des 44. deutsch-japanischen Sportjugend-Simultanaustausches in Frankfurt kündigte sich dieses Jahr lautstark an. Mit einem tiefen Dröhnen donnerte die Maschine der Japan Airlines über die Sportschule Frankfurt und die Köpfe der Helfer hinweg, die kurz zuvor noch die letzten Vorbereitungen für das Zentralprogramm I getroffen hatten und nun eilig zum Flughafen fuhren, um die japanischen Gäste in Empfang zu nehmen. Die 82-köpfige Gruppe um Delegationsleiter Kenji Ito trat bald darauf in die Ankunftshalle hinaus und war trotz des langen Fluges sichtlich gespannt, Deutschland und seine Bewohner kennenzulernen. Schnell wurde das Gepäck in die bereitstehenden Busse verladen und ehe sie sich versahen, fuhren die japanischen Gäste bereits über ein kurzes Stück der „Deutschen Autobahn“ in Richtung der sich am Horizont abzeichnenden Commerzbank-Arena.

An der Sportschule angekommen, gab es zur Stärkung zunächst ein gemeinsames Abendessen, bei dem einige Teilnehmer ihrem Umgang mit Messer und Gabel noch den letzten Feinschliff gaben. Nach der offiziellen Begrüßung durch Matthias Heitzmann und der Vorstellung der Helfer wurden die Teilnehmer samt Koffer und Schlüssel - idealerweise passend - auf ihre Zimmer verteilt. Doch an Nachtruhe war zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht zu denken. Inspiriert von ihrem Umfeld trafen sich die japanischen Jugendlichen noch zu einem gemeinsamen Fußballspiel in der Sporthalle und unter begeisterten La-Ola-Wellen endete das erste Match auf deutschem Boden nach langem Kampf schließlich mit einem fairen 1:1.

Ausgeschlafen und in guter Stimmung ging es dann am nächsten Morgen mit der Straßenbahn zum Römer, dem Mittelpunkt der Frankfurter Altstadt. Dort im Kaisersaal erwarteten bereits die Stadträtin Frau Nazarenus-Vetter und der Ressortleiter Jugendarbeit der dsj, Peter Lautenbach, ihre Ankunft. In ihren Begrüßungsreden unterstrichen beide die Bedeutung des deutsch-japanischen Simultanaustausches und des Sports allgemein für die interkulturelle Entwicklung junger Menschen und ließen es sich auch nicht nehmen, auf die Vorzüge der Stadt Frankfurt hinzuweisen. Kenji Ito bedankte sich daraufhin für den herzlichen Empfang und lud sogleich alle Anwesenden zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio ein.

Nach einem kleinen Umtrunk im Foyer des Rathauses konnten sich die japanischen Jugendlichen gruppenweise nun selbst ein Bild von der Stadt Frankfurt machen. Von der Paulskirche bis zum Palmengarten, vom Main Tower über den Eisernen Steg bis hin zum Frankfurter Zoo; überall waren sie zugegen und mussten dabei mitunter eigenwillige Aufgaben bewältigen. So wurden Passanten um eine Umarmung samt Foto gebeten oder der verdutzte Mitarbeiter des Rathauses musste über berühmte Besucher desselben Rede und Antwort stehen. Mit zahlreichen Schnappschüssen machten sich die Gruppen auf den Rückweg zur Sportschule, wo sie ein zweistündiges Sportprogramm erwartete. Es wurde geschwommen, geturnt, Völkerball gespielt und ein Parkour ganz im Stil der japanischen Game Show Takeshis Castle durchlaufen. Erschöpft aber glücklich ließen die Teilnehmer den Abend gemeinsam bei einem gemütlichen Grillen ausklingen. 

Am nächsten Morgen war die Aufbruchsstimmung unter den Japanern bereits deutlich zu spüren, doch zunächst ließen sie den vergangenen Tag mit einer kurzen Präsentation und Fotos der Stadtrallye noch einmal Revue passieren. Trimmy, das Maskottchen des DOSB, ließ sich die Möglichkeit nicht nehmen und schaute spontan für einige Fotos mit den japanischen Gästen vorbei. Bis um 10 Uhr waren schließlich auch die letzten Regionalbetreuer und Dolmetscher angereist und so konnten die japanischen Gruppen feierlich in ihre Hände übergeben werden. Gemeinsam steht ihnen in den nun kommenden 11 Tagen ein abwechslungsreiches Sport- und Kulturprogramm bevor. Wir wünschen ihnen und ihren Gastfamilien eine erlebnisreiche Zeit!

Eric Tietz, Japan-AG


Gute Laune bei bestem Wetter - ein toller Empfang im Frankfurter Römer, Foto: dsj

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