„Wir wollen das Jugendfreiwilligenjahr!“

13.03.2019

Sprecher/innentreffen der Freiwilligendienste im Sport

Auf Einladung der Deutschen Sportjugend (dsj) trafen sich Mitte März in Naumburg rund siebzig junge Engagierte, die im Sport einen Bundesfreiwilligendienst (BFD) oder ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) ableisten. Die Freiwilligen, die meisten von ihnen als Sprecher/innen von ihren Seminargruppen gewählt, kamen aus den unterschiedlichsten Einsatzstellen aus ganz Deutschland. Sie repräsentierten damit die mehr als dreitausend jungen Freiwilligen, die sich jedes Jahr für zwölf Monate dazu verpflichten, die Kinder- und Jugendarbeit in den Sportvereinen zu unterstützen oder Verbandsarbeit zu begleiten. Die Teilnehmenden entwickelten in selbstorganisierten und selbstmoderierten Arbeitsphasen unterschiedliche Positionen rund um die Ausgestaltung der Freiwilligendienste im Sport.

Im Rahmen des Partizipationstreffens entwickelten sie konkrete Forderungen an Einsatzstellen, Träger, die dsj sowie Politik und Öffentlichkeit. Sie schlugen vor, das Taschengeld für junge Erwachsene, die für ihr FSJ oder ihren BFD umziehen, durch einen Unterkunftszuschuss zu erhöhen, forderten einen vergünstigten ÖPNV sowie eine Erhöhung der Anzahl der Bildungstage von 25 auf 30. Zudem beleuchteten sie aus unterschiedlichen Blickwinkeln beispielsweise die Frage, wie die Öffentlichkeitsarbeit verbessert werden kann und wie Sprecher/innensysteme bundesweit umgesetzt werden können, oder sie entwickelten Strategien für die Netzwerkarbeit der Freiwilligendienstleistenden im Sport. Weitere Schwerpunkte bildeten die Anerkennungskultur sowie die Stellung der Freiwilligen in den Einsatzstellen.

Einhellig begrüßten die Freiwilligen das Konzept der Bundesjugendministerin Franziska Giffey zum Jugendfreiwilligenjahr, schlugen noch weitere Veränderungen sowie insbesondere die rasche Umsetzung des Konzeptes vor. Ein Brief an die Ministerin, den die Teilnehmenden unterschrieben, fasst die Wünsche und Erwartungen der jungen Freiwilligen zusammen.
"Die Treffen der Sprecher/innen helfen uns bei der Weiterentwicklung der Freiwilligendienste im Sport“, resümiert der Vorsitzende der Deutschen Sportjugend, Jan Holze. „Auch der dsj-Vorstand hat das Konzept zum Jugendfreiwilligenjahr ausdrücklich begrüßt und regt eine rasche Umsetzung an, um die Lage der Freiwilligen und der Einsatzstellen zu verbessern und junges Engagement angemessen zu würdigen.“


Die Sprecher/innen repräsentieren mehr als dreitausend junge Freiwillige, die für ein Jahr Kinder- und Jugendarbeit in den Sportvereinen unterstützen / Foto: dsj

Zur News-Übersicht