Workshop auf der IFSW EUROPEAN CONFERENCE zum Zeugnisverweigerungsrecht

19.09.2019

"Social Protection & Human Dignity"

Von Montag, den 09.09.2019, bis Mittwoch, den 11.09.2019, findet die diesjährige IFSW EUROPEAN CONFERENCE 2019 in Wien unter dem Motto "Social Protection & Human Dignity" statt. Am ersten Tag leiteten Michael Gabriel (KOS) und Michael Leinenbach (DBSH) einen Workshop (WS02) mit dem Thema „Die Rolle der Sozialen Arbeit in sich verändernden Gesellschaften mit einer starken Orientierung auf Ordnung und Sicherheit“.
Mit fast 90 Teilnehmer*innen traf dieser Workshop auf eine große Resonanz. Da der Workshop in deutscher Sprache durchgeführt wurde, kamen die Teilnehmer*innen zum überwiegenden Teil aus Deutschland und Österreich. Michael Gabriel sprach zunächst über Problemlagen für die Sozialarbeiter*innen aus der Praxis heraus. Anschließend ging Michael Leinenbach auf die Begründungen des seinerzeitigen Urteils des BVerfG aus 1972 mit Hinweisen zur Entwicklung der Profession, deren ethischen Grundsätzen und den berufsrechtlichen Regelungen widerlegte, ein. Nach beiden Darbietungen entstand eine sehr lebhafte und interessante Diskussionsrunde.
Dabei war es interessant zu hören, wie die politischen Entscheidungen in Österreich, wo rechtspopulistische/rechtsextreme Parteien seit langem zunehmenden Gestaltungsspielraum bekommen haben, Einfluss auf die Rahmenbedingungen und die Ausgestaltung der Sozialen Arbeit haben. Die meisten Beispiele kamen aus der Arbeit mit Geflüchteten und der mit Wohnsitzlosen, die  dem Bereich der Inneren Sicherheit „geschuldet“ sind. "Michael Leinenbach und ich fahren hier wegen des großen Interesses und der breiten Zustimmung auf jeden Fall mit Rückenwind wieder zurück nach Deutschland", so Michael Gabriel am Ende des Workshops.
Zu dem Workshop hatte der DBSH eine Broschüre (mit ISBN-Nummer) erstellt, in der auch einen Beitrag von Prof. Dr. Thomas Schuhmacher enthielt. Dort wird unter anderem die Forderung nach einem Zeugnisverweigerungsrecht mit Bezug auf die Berufsethik begründet. Dieser Beitrag wird demnächst in der Fachzeitschrift des DBSH „Forum SOZIAL“ veröffentlicht und so einem breiteren Publikum zugänglich gemacht. 


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