Zwischenfazit im Förderprogramm ZI:EL+

Positives Zwischenfazit im Bereich der Engagementförderung

Insgesamt 37 Mitgliedsorganisationen der Deutschen Sportjugend sind seit dem 01.Januar 2016 an der Umsetzung des Förderprogramms ZI:EL+ „Zukunftsinvestition: Entwicklung jungen Engagements im Sport!“ beteiligt. Der Fokus des Programms liegt auf der Engagementförderung für und mit jungen Menschen mit erschwerten Zugangsbedingungen zu den Strukturen des Sports. Die Zielgruppen des Programms sind junge Menschen mit Behinderung, junge Menschen mit Migrationshintergrund, junge Menschen aus bildungsfernen Familien und junge Flüchtlinge.

Nach rund anderthalb Jahren der Förderung durch das Programm ZI:EL+ zogen die am Programm beteiligten Mitgliedsorganisationen nun auf der 2. KEM-Konferenz 2017 (KEM steht für „Koordination-Engagement-Management“) am 4. und 5. September 2017 in Frankfurt am Main ein positives Zwischenfazit. Die Ansprechpartner/innen der dsj-Mitgliedsorganisationen waren sich einig, dass es dank der Förderung des Programms ZI:EL+ durch das Bundesjugendministerium (BMFSFJ) gelingt, die Engagementförderung im gemeinnützigen Kinder- und Jugendsport in Deutschland maßgeblich weiterzuentwickeln.

Gleichzeitig äußerten sie den Wunsch an das Bundesjugendministerium (BMFSFJ), den Bereich der Engagementförderung auch nach Ende des Programms im Jahr 2018 weiterhin zu fördern. Gerade für junge Menschen mit erschweren Zugangsbedingungen sei eine langfristige Unterstützung sehr wichtig. Deshalb unterstützen die Ansprechpartner/innen der dsj-Mitgliedsorganisationen für ZI:EL+ das Positionspapier der dsj zum Thema „Engagementförderung“ und fordern die Bundesregierung und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) auf, die Engagementförderung durch Jugendverbände im Sport zu verstetigen.

Breite Wirkung des Förderprogramms ZI:EL+

Dass sich eine solche Förderung in die Strukturen des Kinder- und Jugendsports auszahlt, wird anhand der folgenden Kennzahlen des Jahres 2016 deutlich:

Im Jahr 2016 wurden im Programm ZI:EL+ insgesamt 863 junge Engagierte und Multiplikatoren der Kinder- und Jugendarbeit im Sport an 2.290 Teilnehmendentagen zu Themenschwerpunkten des Förderprogamms, wie z.B. „Inklusion“, „Förderung junger Geflüchteter“ oder „Partizipation junger bildungsbenachteiligter Menschen“, qualifiziert. Von den 863 Teilnehmenden waren zudem 331 selbst direkt an der Umsetzung der Qualifizierungsmaßnahmen beteiligt, d.h. 38% engagierten sich selbst innerhalb der Maßnahme.

Neben der Qualifizierung war im Jahr 2016 ebenfalls die Umsetzung von Projekten äußerst erfolgreich. Insgesamt 8.563 Kinder, Jugendliche und Multiplikator/innen haben an 12.514 Projekttagen teilgenommen. Dies wurde dank des Engagements von insgesamt  2.107 jungen Menschen, die direkt an der Umsetzung von Maßnahmen beteiligt waren, möglich.

Jan Holze, Vorsitzender der Deutschen Sportjugend, zieht nach anderthalb Jahren Förderprogramm ZI:EL+ daher ebenfalls eine positive Bilanz: "Ich freue mich über die zahlreichen und wegweisenden Modellprojekte, die die dsj-Mitgliedsorganisationen im Programm ZI:EL+ umsetzen! Dank dieser Projekte gelingt es, eine große Zahl junger Menschen für ein Engagement im Sport zu begeistern. Es freut mich besonders, dass gerade die Förderung benachteiligter junger Menschen dabei im Mittelpunkt steht. Die Ergebnisse der ersten anderthalb Jahre zeigen, dass wir das Programm auch über 2018 hinaus fortsetzen sollten. Dafür erhoffe ich mir politische Unterstützung."

Evaluation des Programms ZI:EL+

Auch Dr. Daniel Illmer von der Führungs-Akademie des DOSB, der das Förderprogramm ZI:EL+ in den Jahren 2016-2018 gemeinsam mit seinem Kollegen Florian Kaiser begleitet und evaluiert, formuliert ein Zwischenfazit:

„Nach der Hälfte der Programmlaufzeit lässt sich sagen, dass das Förderprogramm ZI:EL+ insgesamt durch Vielfalt geprägt ist. Die Konzeption des Programms ist auf eine Vielfalt der Zielgruppen und der Fördermöglichkeiten angelegt. Es können sowohl junge Menschen mit erschwerten Zugangsbedingungen selbst in ihrem Engagement gestärkt werden, als auch junge Menschen oder Multiplikatoren der Kinder- und Jugendarbeit im Sport gefördert werden, die sich für diese Zielgruppen engagieren. Auch in Bezug auf die Veranstaltungs- und Maßnahmenformate im Programm ZI:EL+ haben wir eine Vielzahl verschiedener Ansätze feststellen können, die darauf abzielen, junges Engagement zu fördern.

Dementsprechend entfaltet das Programm ZI:EL+ vielfältige Wirkungen auf verschiedenen Ebenen: Auf Verbandsebene findet z.B. die Entwicklung von Konzepten und Strategien statt. Auf Vereinsebene zielen Maßnahmen u.a. darauf ab, eine Öffnung für die Zielgruppen des Programms ZI:EL+ zu erreichen. Auf der individuellen Ebene, d.h. bei den Kindern und Jugendlichen selbst, wird versucht, die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen positiv zu begleiten.

Im Projekt Selbstevaluation im Programm ZI:EL+ versuchen wir von der Führungs-Akademie des DOSB gemeinsam mit den dsj-Mitgliedsorganisationen und der dsj-Geschäftsstelle, uns diesen vielfältigen Wirkungen zu nähern. Unser gemeinsames Ziel ist es dabei, Ergebnisse und Erkenntnisse festzuhalten und Handlungsempfehlungen für zukünftige Projekte im Bereich der Engagementförderung mit den Zielgruppen des Programms zu formulieren.“

Zukunftswerkstatt „Wie geht es weiter nach 2018?“

Viele der jungen Engagierten und Ansprechpartner/innen für ZI:EL+ in den dsj-Mitgliedsorganisationen beschäftigt bereits heute die Frage, wie es im Anschluss an das Förderprogramm weitergeht. Am 11. Dezember 2017 soll daher eine Zukunftswerkstatt stattfinden, die sich mit genau dieser Frage beschäftigen wird. Wer Interesse hat, daran teilzunehmen, kann sich diesen Termin schon mal vormerken. Eine Einladung folgt per Rundschreiben an die dsj-Mitgliedsorganisationen.

Das Programm ZI:EL+ wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) aus Mitteln des Kinder- und Jugendplanes des Bundes (KJP).


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