Zusätzlich zu den Fördermitteln des KJP gibt es die Förderlinie weltwärts, welche bei Engagement Global beantragt werden kann.


weltwärts Begegnungen im Sport: afrikanische Länder

Die Förderlinie „weltwärts – außerschulische Begegnungsprojekte“ soll persönliche Begegnungen zwischen jungen Menschen verschiedener Nationen ermöglichen und das Verständnis für ein globales Miteinander fördern. Über die Begegnungen sollen sowohl Einblicke in die verschiedenen Lebenswelten geschaffen, als auch gemeinsames Engagement für Zukunftsthemen gefördert und kollektiv an lokalen Projekten gearbeitet werden. Sport schafft dabei eine gemeinsame Sprache und kann Brücken für die Zukunft bauen.


Was ist förderfähig?

Gefördert werden außerschulische Projekte von Jugendgruppen aus Deutschland und deren Partnergruppen aus einem Entwicklungs- und Schwellenland (DAC-Liste), die sich über verschiedene Projektphasen hinweg im gegenseitigen Austausch inhaltlich mit den UN-Nachhaltigkeitszielen befassen. Neben diesen Jugendaustauschprojekten gibt es auch die Möglichkeit der Bezuschussung von Begleit- und Modellprojekten. Ein Schwerpunkt der Förderung liegt dabei auf Projekten mit afrikanischen Partnerorganisationen.


Was sind die Grundvoraussetzungen für eine Förderung?

  • Projektdauer: max. 24 Monate
  • das Projekt umfasst 5 Phasen: neben jeweils einer persönlichen Begegnung im Partnerland und in Deutschland gibt es eine Vorbereitungs-, Zwischen- und Nachbereitungsphase. Neben der Vor- und Nachbereitung der Begegnungen steht hier die Projektarbeit in nationalen Gruppen als auch im digitalen Austausch mit der Partnergruppe im Vordergrund.
  • Dauer der Begegnung: jeweils 14 - 30 Tage. An- und Abreisetage werden dabei nicht eingerechnet
  • Fünf bis zehn Teilnehmende* pro Land plus die Gruppenleitungen
  • Die Teilnehmenden sind zwischen 16 und 30 Jahre alt und haben ihren dauerhaften Wohnsitz in Deutschland bzw. den teilnehmenden Partnerländern*

* Ausnahmen in Bezug auf Alter und Gruppengröße sind möglich und jeweils gesondert zu begründen.

Allgemeine Förderkriterien:

  • Partnerschaftlichkeit: Die Projektpartner gestalten das Projekt gleichberechtigt in ständigem Austausch und bemühen sich um einen Perspektivwechsel
  • Partizipation: die Teilnehmenden werden in die Programmgestaltung eingebunden und haben Freiraum für selbstorganisierte Gestaltungsmöglichkeiten
  • Ausgewogenheit: die Partnergruppen haben ein ausgewogenes Verhältnis in Bezug auf Alter, Gruppengröße, Geschlecht
  • Diversität: um Jugendliche aus allen gesellschaftlichen Gruppen zu erreichen, müssen spezifische Bedarfe z.B. hinsichtlich Gender, Herkunft etc. berücksichtigt werden. 
  • Nachhaltigkeit: in Bezug auf das Projekt als auch die Partnerschaft
  • Evaluation: Einsatz von Evaluationsmethoden während und nach des Projekts zur Optimierung und Dokumentation

Inhaltliche Ausgestaltung einer weltwärts Begegnung:


Wer ist der Zuwendungsgeber?

„weltwärts – außerschulische Begegnungsprojekte im Kontext der Agenda 2030“ ist eine Förderlinie des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), die im Zuge der Deutsch-Afrikanischen Jugendinitiative (DAJ) im Jahr 2016 initiiert wurde und der UN-Agenda 2030 verpflichtet ist. Die Umsetzung der Förderlinie erfolgt durch Engagement Global (EG) in Kooperation mit ihren strategischen Partnern. Die Projekte werden durch EG inhaltlich und finanziell geprüft. Das BMZ trifft auf der Grundlage dieser Einschätzung die Entscheidung über eine Bewilligung des Projektes. Fördergrundlage ist die Förderleitlinie (siehe Downloadbereich).


Wer ist antragsberechtigt?

Antragsberechtigt sind alle gemeinnützigen Organisationen. Die Anträge werden in einer Antragspartnerschaft zwischen einem deutschen Träger und einem Partner aus einem Land des globalen Südens gestellt. Die Partnerorganisationen sollten die gleichen Ziele und Aktivitäten verfolgen. Anträge können sowohl in Deutsch, Englisch als auch Französisch gestellt werden. Der Projektpartner aus dem Land des globalen Südens darf nicht staatlich, kommerziell oder missionarisch sein. Für den deutschen Partner ist für die erstmalige Beantragung der Fördermittel eine Trägerprüfung beim Zentralen Programmservice von EG (siehe Downloadbereich) erforderlich, um dort unter anderem seine Gemeinnützigkeit, Rechtsform und Bonität nachzuweisen.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website weltwärts Begegnungen von Engagement Global.


Was und in welcher Höhe wird gefördert?

Das BMZ übernimmt bis zu 75 Prozent der Gesamtausgaben des Projekts und umfasst alle projektrelevanten und belegbaren Ausgaben in Deutschland und im Partnerland. Mindestens 25 Prozent der Ausgaben müssen aus Eigenmitteln der Projektpartner gedeckt werden. Die Finanzierung des Eigenanteils kann über Drittmittel erfolgen, sofern es sich hierbei nicht um Bundesmittel handelt. Nach Bewilligung des Projektantrags wird ein Weiterleitungsvertrag zwischen dem deutschen Projektpartner und EG geschlossen.


Welche Fristen sind zu beachten?

Abhängig von der Höhe der Gesamtausgaben variieren die Antragsfristen. Es gibt vier Antragsfristen pro Jahr.


Welche Unterlagen sind einzureichen?

Folgende Unterlagen sind fristgerecht bei Engagement Global einzureichen:

  • Antrag Jugendaustauschprogramm (Downloadbereich)
  • Kosten- und Finanzierungsplan (Downloadbereich)
  • evtl. ergänzende Unterlagen zu Personalstellen und Kooperationspartnern

Trägerprüfung

Der deutsche Projektpartner muss sich vor der Antragstellung beim Zentralen Programmservice (ZPS) von EG als Träger registrieren. Das Formular mit Anlagen muss spätestens 4 Wochen vor Einreichen des eigentlichen Projektantrags sowohl digital als auch postalisch versendet werden, um die Trägerprüfung bis zur Antragsfrist abzuschließen.


Weiterführende Informationen

Weiterführende Informationen und Ansprechpartner zum Programm weltwärts Begegnungen können bei Engagement Global eingeholt werden.  



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