Prägender Austausch auf Augenhöhe: Bundespräsident im Dialog mit dem DOJL

Quelle: DOJL/Philipp Wohlfart

Im Goethe-Institut tauschten sich die Teilnehmenden des DOJL mit Frank-Walter Steinmeier über Fragen des Sports aus, die sie bewegen

Ehrenamtliches Engagement und Leistungssport, die Einbindung junger Menschen im Sport sowie die Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele – nur einige der Themen, über die das deutsche Staatsoberhaupt Frank-Walter Steinmeier und seine Ehefrau Elke Büdenbender mit den Teilnehmenden des Deutschen Olympischen Jugendlagers (DOJL) am 7. Februar 2026 in Mailand diskutierten. Damit bewies das DOJL auf größtmöglicher Bühne, wie intensiv sich die junge Generation mit den brennenden Fragen in Sportdeutschland auseinandersetzt.

Aufgeschlossener Austausch auf Augenhöhe
„Er war sehr nahbar und hat auch sehr viel von sich preisgegeben, von seiner Jugend – wie er früher Ehrenamt empfunden hat“, berichtet Eiskunstläuferin Hanna Keiß von ihrem Austausch mit dem Bundespräsidenten. „Ich fand es super, dass beide so viel über uns wissen wollten, was wir so machen – und dass sie so positiv gegenüber dem Ehrenamt eingestellt sind.“
Eine Einschätzung, die auch die anderen Jugendlichen teilen. „Es war einfach ein tolles Gespräch“, bilanziert Ski-Alpinistin Teresa Steding den einstündigen Besuch im Mailänder Goethe-Instituts. „Da war gar keine Hierarchie zu spüren, keine Hemmschwelle. Sie sind sehr offen auf uns zugegangen und haben uns schnell die anfängliche Nervosität genommen.“

„Teilweise haben wir auch viel gelacht“, zeigt sich Jonatan Röhlig aus Nordrhein-Westfalen über die Menschlichkeit des bundespräsidialen Ehepaars begeistert.

Natürlich wurde zudem über die große Frage diskutiert, die Sportdeutschland von Berlin bis München bewegt: Wird es hierzulande in mittlerer Zukunft wieder Olympische und Paralympische Spiele geben?

„Sein Statement zu Beginn war ganz klar: Der Bundespräsident ist dafür“, führt Jonatan Röhlig aus. „Er hat hier in Mailand direkt versucht, Kontakte zu knüpfen. Und er sieht es als realistisch an, dass 2040 die Spiele in Deutschland stattfinden könnten.“

„Für uns als Jugend war es sehr bereichernd zu hören, dass Olympia nicht einfach ein Großevent ist, sondern dass auch die Menschen, die sich an der Basis engagieren, in den kleinen Vereinen und in den Dörfern, gesehen werden“, ergänzt Teresa Steding. „Dass sie zum Beispiel als Volunteers selbst den olympischen Traum ein Stück weit leben dürfen und dass es einen Motivationsschub für die Zukunft geben könnte – das war die Aussage von Frau Büdenbender.“

Auch Johannes Nolda aus Bayern zeigt sich über die skizzierten Perspektiven erfreut. „Mir war sehr wichtig, dass auf den ländlichen Raum eingegangen wird, weil eben oft die großen Vereine im Vordergrund stehen. Und ich, der aus einem kleinen Verein kommt, weiß, dass dort Personalmangel vorherrscht und sich viele Menschen alleingelassen fühlen. Bundespräsident Steinmeier hat gesagt, dass dort auf jeden Fall noch Förderungsbedarf ist.“

Etablierte Plattform für die Zukunft von Sportdeutschland
Der selbstbewusste Auftritt der Jugendlichen mit dem Bundespräsidenten zeigt, wie junge Menschen in Deutschland schon heute den Sport prägen und gestalten. „Sie identifizieren bedeutende Zukunftsthemen und haben den Anspruch, sich in wegweisende Debatten einzumischen“, zeigt sich der stellvertretende Leiter des DOJL und dsj-Vorstandsmitglied Luca Wernert zufrieden.

„Die Begegnung mit dem Bundespräsidenten unterstreicht, wie wichtig es ist, jungen Menschen zuzuhören und ihnen eine Stimme zu geben“, ergänzt die stellvertretende DOA-Vorsitzende Prof. Dr. Annette Hofmann.

Mit dem DOJL bieten die die Deutsche Sportjugend (dsj) und Deutsche Olympische Akademie (DOA) im Auftrag des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) eine etablierte Plattform, um die Entwicklung des deutschen Sports sicht- und hörbar zu machen. Schon jetzt steht fest: Die jungen Menschen nehmen einzigartige Erfahrungen mit, die sie in ihre Vereine und Verbände transportieren werden.


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