Kinder- und Jugendschutz

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Die Deutsche Sportjugend (dsj) sowie ihre Mitgliedsorganisationen bekennen sich klar zu einem sicheren und gewaltfreien Sport und wirken entschieden gegen jegliche Form von Gewalt im Sport entgegen. Sportverbände und -vereine haben eine originäre Verantwortung dafür, den Schutz vor psychischer, physischer und sexualisierter Gewalt in ihren Strukturen bestmöglich sicherzustellen. Sport im Verein soll Kinder und Jugendliche stark machen und ihnen ein schützendes Umfeld bieten. Sie beteiligen sich daher an der gesamtgesellschaftlichen Aufgabe des Kinder- und Jugendschutzes und tragen dazu bei, dass Kinder und Jugendliche wichtige Ansprechpersonen und Unterstützung finden. 

Die dsj setzt sich aktiv in der Prävention, Intervention und Aufarbeitung für den Schutz vor Gewalt im Sport auf allen Ebenen des organisierten Sports ein. 2010 gingen die DOSB-Mitgliedsorganisationen mit der „Münchener Erklärung“ unter dem Leitmotiv Vorbeugen und Aufklären, Hinsehen und Handeln! eine Selbstverpflichtung zum Schutz vor sexualisierter Gewalt im Sport ein. Mit der Einführung des dsj-Stufenmodells im Jahr 2018 und dem Beschluss des DOSB-Stufenmodells durch die Mitgliederversammlung des DOSB 2020 wurden wichtige Grundlagen verbindlich festgelegt. Die Förderung der Mitgliedsorganisationen wurde damit an die schrittweise Umsetzung weitgehender Standards zum Schutz vor sexualisierter Gewalt im Sport geknüpft. Alle Maßnahmen zahlen auf das Ziel ein, den Schutz vor Gewalt umfassend und flächendeckend im gesamten organisierten Sport bis zur Vereinsebene zu verankern und so letztlich jeden der rund 90.000 Sportvereine zu einem sicheren Ort zu machen. 

Beratung und Ansprechpartner*innen

Bei Fragen zur Prävention von, Intervention und Aufarbeitung bei psychischer, physischer und sexualisierter Gewalt im Sport können die Ansprechpartner*innen der Landessportjugenden und -bünde, der (Jugendorganisationen der) Spitzenverbände sowie der Verbände mit besonderen Aufgaben weiterhelfen. Die Kontaktdaten sind unter „Information  & Beratung“ auf www.safesport.dosb.de zu finden.  

Externe Beratungsstellen

Neben den Ansprechpersonen und Anlaufstellen innerhalb des organisierten Sports gibt es auch externe Hilfeangebote und Beratungsstellen für Betroffene von psychischer, physischer oder sexualisierter Gewalt oder bei Fragen zum Thema:

Das Hilfetelefon: Telefon-Beratung rund um die Uhr

Die Beraterinnen sind ausgebildete und erfahrene Fachkräfte und können in 18 Sprachen (inkl. Gebärdensprache) beraten. Sie hören Ihnen zu und nehmen Sie, Ihre Situation und Ihre Fragen ernst. Wenn Sie es möchten, vermittelt die Beraterin Ihnen Unterstützungsmöglichkeiten und Hilfsangebote in Ihrer Nähe.

Hilfetelefon sexueller Missbrauch

Das „Hilfetelefon Sexueller Missbrauch“ ist die bundesweite, kostenfreie und anonyme Anlaufstelle für Betroffene von sexueller Gewalt, für Angehörige sowie Personen aus dem sozialen Umfeld von Kindern, für Fachkräfte und für alle Interessierten.

Anlaufstelle "Anlauf gegen Gewalt" für Bundeskaderathlet*innen

Die unabhängige Anlaufstelle "Anlauf gegen Gewalt" ist für Bundeskaderathlet*innen da, die psychische, physische oder sexualisierte Gewalt im Spitzensport erfahren oder erfahren haben. Anlauf gegen Gewalt ist: 

  • telefonisch unter 0800 90 90 444 zu folgenden Sprechzeiten: Montag, 11-14 Uhr und Donnerstag, 16-19 Uhr  
  • und schriftlich unter kontakt(at)anlauf-gegen-gewalt.org erreichbar.

Weitere (spezialisierte) Hilfe- und Unterstützungsangebote können Sie im Hilfe-Portal finden. In der Datenbank können Sie nach passenden Hilfeangebote wie Beratungsstellen, Notdienste, therapeutische und rechtliche Angebote suchen. 

Publikationen

Kinderschutz
Titelseite der Broschüre

Gegen sexualisierte Gewalt im Sport - Orientierungshilfe für rechtliche Fragen

Details
Kinderschutz
Titelseite der Broschüre

Sportinternate im Nachwuchsleistungssport in Deutschland

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Kinderschutz
Titelseite der Broschüre

Safe Sport – Ein Handlungsleitfaden zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Grenzverletzungen, sexualisierter Belästigung und Gewalt im Sport

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