Eine Illustration zeigt einen Coach in einem orangefarbenen Hoodie, der mit einem Regenschirm steht. Neben ihm stehen zwei Kinder, die Boxhandschuhe tragen. Im Hintergrund sind sportliche Elemente angedeutet, die eine Verbindung zu verschiedenen Sportarten herstellen.

Quelle: PM Hoffmann

Teilhabe und Vielfalt

Die dsj fördert Chancengerechtigkeit, Inklusion und Vielfalt, damit alle jungen Menschen gleichberechtigt am Sport teilhaben können

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Die Charta der Vielfalt benennt verschiedene Dimensionen von Diversität - wie zum Beispiel Alter, Migrationsgeschichte und Nationalität, sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität, Religion, Weltanschauung, Behinderung und soziale Herkunft. Diese Dimensionen spiegeln die Lebensrealitäten junger Menschen in ihrer ganzen Vielfalt wider.  

Als Träger der freien Kinder- und Jugendhilfe und als Jugendverband des organisierten Sports gibt die Deutsche Sportjugend jungen Menschen eine Stimme. Wir setzten uns dafür ein, Vielfalt in ihren Strukturen, Angeboten und Haltungen mitzudenken, sichtbar zu machen und gezielt zu fördern. Gleichzeitig stellen wir uns entschieden gegen Diskriminierung, Rechtsextremismus und jede Form Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. 

Die Dimension Alter ist in diesem Kontext von besonderer Relevanz: Die dsj vertritt die spezifischen Interessen junger Menschen und ermöglicht ihnen als Expert*innen in eigener Sache wahr und ernst genommen zu werden. In einer Gesellschaft, in der Entscheidungen häufig adultistisch* geprägt sind, bietet die dsj Beteiligungsräume für Kinder und Jugendliche, in denen Alle Sport erleben und aktiv mitgestalten können. Vielfalt verstehen wir dabei als Stärke und als Auftrag, Bedingungen zu schaffen, unter denen sich alle Kinder und Jugendlichen gleichermaßen willkommen, sicher und anerkannt fühlen können. 

*Adultismus: Die Diskriminierung von Kindern und Jugendlichen wird auch Adultismus genannt. Der Begriff Adultismus (engl. "adultism") ist eine Herleitung des englischen Worts "adult" für Erwachsene und der Endung -sim oder -ismus als Kennzeichnung eines gesellschaftlich verankerten Machtsystems. Adultismus beschreibt die Machtungleichheit zwischen Kindern und Erwachsenen und infolge dessen die Diskriminierung jüngerer Menschen allein aufgrund ihres Alters. (Adultismus - Der Paritätische - Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege

Migrationsgeschichte und Nationalität

Illustration einer Sportmannschaft, die eng zusammengestanden im Kreis die Arme ineinander legt. Das Motiv steht für Teamgeist, Zusammenhalt und gemeinsames Engagement im Sport.
Quelle: PM Hoffmann

Die Deutsche Sportjugend setzt sich für ein respektvolles und vielfältiges Miteinander im Kinder- und Jugendsport ein – unabhängig von Migrationsgeschichte, Herkunft oder Nationalität. In unseren Sportvereinen begegnen sich junge Menschen mit unterschiedlichen Lebensrealitäten. Diese Vielfalt sehen wir als Stärke.

Diskriminierung, Rassismus und Ausgrenzung haben im Sport keinen Platz. Gemeinsam mit unseren Mitgliedsorganisationen fördern wir rassismuskritisches Denken und Handeln, schaffen sensibilisierte Strukturen und unterstützen Projekte, die Teilhabe und Chancengleichheit für alle ermöglichen – Insbesondere für junge Menschen mit Migrationsgeschichte und BPoC*.

Vielfalt im Sport bedeutet, voneinander zu lernen, Vorurteile abzubauen und Räume zu schaffen, in denen sich alle sicher und willkommen fühlen.

Projekte/Links:

* “BPoC” = Black („Schwarze“) und People of Colour ist eine positiv besetzte, politische Selbstbezeichnung rassistisch diskriminierter Personen. Sie beschreibt einen gemeinsamen Erfahrungshorizont, den Menschen teilen, die nicht weiß sind. Dieser entsteht z. B. durch nicht zugestandene Privilegien. Mit diesem Ausdruck wird nicht (primär) Hautfarbe beschrieben. 

Religion und Weltanschauung

Eine Frau mit Boxhandschuhen und einem Kopftuch steht vor einem Boxsack. Im Hintergrund sind Elemente eines Boxrings und orangefarbene Farbspritzer zu sehen. Die Frau zeigt eine kämpferische Pose und strahlt Selbstbewusstsein aus.
Quelle: PM Hoffmann

Die Deutsche Sportjugend steht für ein offenes und wertschätzendes Miteinander im Kinder- und Jugendsport – unabhängig von religiöser Zugehörigkeit oder Weltanschauung. Religiöse Überzeugungen sind Teil der Lebensrealität vieler junger Menschen und können auch im sportlichen Alltag eine Rolle spielen – etwa bei Fragen zu Kleidung, Gebetszeiten oder der Teilnahme an bestimmten Aktivitäten. Diskriminierung, Antisemitismus und Antimuslimischer Rassismus haben im Sport keinen Platz. Wir setzen uns dafür ein, dass alle ihre religiösen Überzeugungen frei und ohne Angst vor Ausgrenzung leben und gemeinsam Sport treiben können.

Offenheit, Respekt und der Dialog über unterschiedliche Bedürfnisse fördern ein besseres Verständnis und stärken das Gemeinschaftsgefühl. Die dsj unterstützt daher Initiativen, die interreligiösen Austausch ermöglichen, Diskriminierung abbauen und inklusive Strukturen schaffen, in denen sich alle willkommen fühlen.

Weiterführend:

Soziale Herkunft

Illustration einer Wand mit Schriftzügen gegen Rassismus sowie Symbolen für Gemeinschaft und Zusammenhalt. Im Vordergrund spielen zwei Kinder Fußball. Das Motiv steht für Vielfalt, Respekt und gemeinsames Miteinander im Sport.
Quelle: PM Hoffmann

Soziale Herkunft – geprägt durch Faktoren wie familiären Hintergrund, Bildung und sozioökonomischen Status – beeinflusst nach wie vor maßgeblich die Chancen junger Menschen auf Bildung, Teilhabe und gesellschaftliche Mitwirkung. Viele haben aufgrund ihrer Herkunft eingeschränkten Zugang zu Ressourcen wie Netzwerken oder Bildungsangeboten.

Die Deutsche Sportjugend setzt sich deshalb dafür ein, soziale Herkunft als wichtigen Teil der Vielfalt im Kinder- und Jugendsport anzuerkennen und Barrieren abzubauen. Sportvereine und -angebote sollen für alle jungen Menschen offen sein. Denn gerade der Sport bietet besondere Möglichkeiten, soziale Ungleichheiten zu überwinden und Chancengleichheit zu fördern.

Gemeinsam mit ihren Mitgliedsorganisationen arbeitet die dsj daran, dass der Sport ein Ort wird, an dem sich alle willkommen fühlen und junge Menschen ihr Potenzial entfalten können, ganz gleich, woher sie kommen.

Projekte/Links:

Behinderung & Inklusion

Illustration verschiedener sportlicher Aktivitäten: Mehrere Kinder und Jugendliche bewegen sich gemeinsam, darunter Hockey, Basketball und Sport im Rollstuhl. Das Motiv steht für Inklusion, Vielfalt und gemeinsame Teilhabe im Sport.
Quelle: PM Hoffmann

Behinderung beeinflusst nach wie vor maßgeblich die Chancen junger Menschen auf Bildung, Teilhabe und gesellschaftliche Mitwirkung. Sie entsteht durch die Wechselwirkung zwischen einstellungs- und umweltbedingten Barrieren und individuellen körperlichen, kognitiven, seelischen Beeinträchtigungen oder Sinnesbeeinträchtigungen. Viele haben aufgrund von Barrieren eingeschränkten Zugang zu Ressourcen wie inklusiven Netzwerken, Bildungsangeboten oder sportlichen Aktivitäten.

Die Deutsche Sportjugend setzt sich deshalb dafür ein, Behinderung als wichtigen Teil der Vielfalt im Kinder- und Jugendsport anzuerkennen und Barrieren abzubauen. Sportvereine und -angebote sollen für alle jungen Menschen offen sein. Denn gerade der Sport bietet besondere Möglichkeiten, Inklusion zu leben und Teilhabe zu fördern.

Gemeinsam mit ihren Mitgliedsorganisationen arbeitet die dsj daran, dass der Sport ein Ort wird, an dem sich alle willkommen fühlen und junge Menschen ihr Potenzial entfalten können – ganz gleich, ob mit oder ohne Behinderung.

Projekte/Links:

Sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität

Illustration einer Gruppe von Menschen mit Fahne und Plakat gegen Rechtsextremismus. Das Motiv steht für Vielfalt, Solidarität und gemeinsames Engagement für Demokratie im Sport.
Quelle: PM Hoffmann

Sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität beeinflussen nach wie vor, wie junge Menschen im Sport wahrgenommen werden und ob sie gleiche Chancen erhalten. Queere Jugendliche erleben im Sport leider immer noch Diskriminierung und Ausgrenzung. Sie sind aber fester Bestandteil des Sports: als Mitglieder in Vereinen, als Trainer*innen, Leistungssportler*innen, Fans oder in Vorständen.

Aus diesem Grund setzt sich die Deutsche Sportjugend dafür ein, vielfältige Identitäten sichtbar zu machen, Diskriminierung abzubauen und Chancengleichheit zu fördern. Sport soll ein Raum sein, in dem queere junge Menschen sich uneingeschränkt und sicher bewegen können.

Gemeinsam mit ihren Mitgliedsorganisationen arbeitet die dsj daran, dass der Sport zu einem Ort wird, an dem alle jungen Menschen willkommen sind und ihr Potenzial unabhängig jeglicher Merkmale selbstbestimmt entfalten können. 

Projekte/Links: