Jugend unter Druck – und trotzdem engagiert

Was die Trendstudie „Jugend in Deutschland 2026“ für Sport und Engagement bedeutet

Die neue Trendstudie „Jugend in Deutschland 2026 – Zukunft unter Druck“ zeichnet ein eindringliches Bild der Lebensrealität junger Menschen: Psychische Belastungen erreichen einen Höchststand, Zukunftssorgen nehmen zu, und immer mehr junge Menschen zweifeln daran, ob sich Leistung und Engagement in Deutschland noch lohnen. Jede*r Fünfte denkt konkret darüber nach, das Land zu verlassen. 

Gleichzeitig macht die Studie deutlich: Die junge Generation ist leistungsbereit, engagiert und will Verantwortung übernehmen – wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Genau hier setzt die Arbeit der Deutschen Sportjugend an. 

Sport als Stabilitätsanker und Erfahrungsraum 
Sportvereine und -verbände sind für viele junge Menschen mehr als Freizeitorte. Sie bieten Gemeinschaft, Anerkennung, Mitgestaltung und persönliche Entwicklung – gerade in Zeiten von Dauerkrisen, Leistungsdruck und Unsicherheit. Die Studie bestätigt, was wir aus der Praxis kennen: Junge Menschen suchen Orientierung, Beteiligung und verlässliche Perspektiven. 

Ob im Ehrenamt, im freiwilligen Engagement oder im organisierten Sport: Beteiligung stärkt Vertrauen in die Gesellschaft. Wer früh Verantwortung übernimmt, erfährt Selbstwirksamkeit und entwickelt Zukunftskompetenzen – Schutzfaktoren, die angesichts steigender mentaler Belastungen wichtiger denn je sind. 

Engagement braucht verlässliche Rahmenbedingungen 
Die Ergebnisse der Studie unterstreichen zugleich einen politischen Auftrag: Engagement darf kein Zufallsprodukt sein. Junge Menschen brauchen Zeit, Räume und soziale Absicherung, um sich einbringen zu können. Das gilt auch für Freiwilligendienste und ehrenamtliches Engagement im Sport. 

Jetzt handeln – Vertrauen zurückgewinnen 
Die Studie zeigt deutlich: Wenn junge Menschen sich abwenden oder politisch radikalisieren, ist das kein Desinteresse, sondern Ausdruck von Frustration und fehlender Beteiligung. Sport kann und will hier Teil der Lösung sein – als demokratischer Lernort, als Gemeinschaft und als Stimme für junge Menschen. 

Junge Menschen sind bereit, sich einzubringen. Jetzt ist es an Politik und Gesellschaft, ihnen zuzuhören und Verantwortung zu teilen. 


Zurück