Jugendperspektive im Blick: Engagement in der AG „Vision & Legacy“

Quelle: Privat

Interview mit Lili Oesten

Damit mögliche Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland nachhaltig wirken, werden bereits im Bewerbungsprozess zentrale Fragen zu gesellschaftlicher Wirkung, Nachhaltigkeit und langfristigen Effekten entwickelt. In der Arbeitsgruppe „Vision & Legacy“ bringen auch Vertreter*innen der Sportjugend ihre Perspektiven ein.

Aus den Mitgliedsorganisationen der dsj arbeiten dort neben dem Vorstandsmitglied der dsj, Luca Wernert, Lili Oesten und Christin Wunderlich mit.

Lili Oesten engagiert sich in der Deutschen Gewichtheberjugend und bringt als Sprecherin der Spitzensportjugenden die verschiedenen Perspektiven in die AG ein.

Ihr habt in der AG „Vision & Legacy“ im Kontext der möglichen deutschen Olympiabewerbung mitgearbeitet. Welche Rolle spielte dort die Perspektive von Kindern und Jugendlichen?
Lili:
Erfreulicherweise eine sehr große Rolle. Zumindest wurde der Raum dafür geschafften, am Ende entscheiden die Konzepte der Regionen, in welchem Umfang dieser Raum genutzt wird. Uns muss bewusst sein, dass Kinder und Jugendliche von heute unsere Athlet*innen, Volunteers, Trainer*innen, Kampfrichter*innen, ... bei den olympischen und paralympischen Spielen sein werden. Mit ihnen gemeinsam den Weg und die Spiele zu gestalten, sollte unser aller Motivation sein.

Was hat dich persönlich motiviert, dich in diese Arbeitsgruppe einzubringen?
Lili:
Mir ist es ein Anliegen, dass die Bedarfe aus der gesamten Sportwelt eingebracht werden, insbesondere aus den Jugenden. Über die Sprecher*innen-Gruppe der Spitzenverbände bekomme ich viele Wünsche, Anforderungen und auch Unsicherheiten in Bezug auf die Bewerbung mit. Mir war und ist es wichtig, dass alle Verbände mitgedacht werden, egal wie groß oder klein, egal welche Säule - Sport ist Gemeinschaft und gemeinsam sind wir am lautesten.

Die AG entwickelte Fragen, mit denen mögliche Bewerberregionen bewertet werden. Worauf hast du aus Jugendperspektive besonders geachtet?
Lili:
Mir war es wichtig, dass die Perspektive der Jugend in alle Bereiche einfließt und nicht “nur” ein eigener Punkt ist. Dieses Anliegen wurde schnell als Wunsch aller AG-Beteiligten deutlich und hat mich sehr gefreut. Für mich persönlich ist besonders wichtig, dass Jugendvertreter*innen aktiv in die Bewerbung eingebunden sind und so die Bedarfe in der Region einbringen können.

Wenn du an deine Arbeit in der AG denkst, würdest du sagen, es ist gelungen „die Jugend“ entsprechend zu berücksichtigen?
Lili:
Kurz und knackig, ja. Ob es wirklich funktioniert, wird sich in den nächsten Monaten und Jahren zeigen, wenn es um die Umsetzung geht.

Wenn du dir Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland aus Jugendperspektive ideal vorstellt: Was sollte am Ende als Vermächtnis („Legacy“) bleiben?
Lili:
Ich erhoffe mir, dass Bewegung und Sport ein deutlich besseres Standing in der Gesellschaft bekommen und das Gemeinschaftsgefühl im organisierten Sport strahlen konnte. Sportstätten die für alle nutzbar und erreichbar sind, egal ob Stadt oder Land. Und ganz besonders ein neues Gefühl für die Beteiligung von Jugend in Sport, Politik und der Gesellschaft.


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