Das Deutsche Kinderhilfswerk hat den Kinderrechte-Index 2025 veröffentlicht. Die Studie untersucht, wie gut die UN-Kinderrechtskonvention in den einzelnen Bundesländern umgesetzt wird. Dabei wurden insgesamt sechs Kinderrechte untersucht und durch die Bildung und Kategorisierung von 101 Indikatoren analysiert. Die Ergebnisse zeigen deutlich, wo Fortschritte erzielt wurden – und wo weiterhin Handlungsbedarf besteht, um die Rechte von Kindern und Jugendlichen zu verwirklichen.
Untersucht wurden das Recht auf Beteiligung, das Recht auf Schutz, das Recht auf Gesundheit, das Recht auf einen angemessenen Lebensstandard, das Recht auf Bildung sowie das Recht auf Ruhe, Freizeit, Spiel, Erholung und die Teilnahme am kulturellen und künstlerischen Leben. Der Vergleich der Bundesländer macht sichtbar, dass die Umsetzung dieser Rechte in Deutschland sehr unterschiedlich ausfällt.
Der Kinderrechte-Index beleuchtet auch Aspekte, die für Bewegung, Spiel und Sport besonders relevant sind. Teilweise wird auch die Rolle von Sportvereinen dabei in den Blick genommen. Die Ergebnisse machen deutlich, dass Sportvereine wichtige Orte der Teilhabe sein können – gleichzeitig aber auch vor Herausforderungen stehen. Beim Ausbau von Kinderschutzkonzepten, der Stärkung von Mitbestimmung sowie der Schaffung gleicher Teilhabechancen besteht weiterhin Entwicklungsbedarf. Weitere Informationen sowie ausführliche Berichte zum Index gibt es auf den Seiten des Deutschen Kinderhilfswerkes.
Auch wenn viele Kinder und Jugendliche ihre Situation grundsätzlich positiv einschätzen, zeigt der Kinderrechte-Index klar: Es braucht weitere Anstrengungen, um allen Kindern – unabhängig von sozialem Hintergrund oder Wohnort – gleiche Chancen auf Beteiligung, Schutz und Teilhabe, auch im Sport, zu ermöglichen.
Die Deutsche Sportjugend setzt sich seit vielen Jahren für die Verwirklichung von Kinderrechten ein. Weitere Informationen zu Kinderrechten im Sport gibt es unter www.dsj.de/kinderrechte.