„Mille Grazie“ – das DOJL Milano Cortina 2026 im Rückblick 

Foto: DOJL/Philipp Wohlfart

Das Jugendlager blickt auf intensive Tage voller Begegnungen, Erfahrungen und gemeinsamer Erlebnisse zurück

Am Sonntag endeten die Paralympischen Spiele – und damit auch die Winterspiele in Norditalien, die mit den Olympischen Spielen am 6. Februar offiziell begonnen hatten. Zeit, „Danke“ zu sagen und die Eindrücke des Deutschen Olympischen Jugendlagers (DOJL) Milano Cortina 2026 Revue passieren zu lassen.  

Das Deutsche Olympische Jugendlager (DOJL) bildete gewissermaßen den inoffiziellen Auftakt der Olympischen und Paralympischen Winterspiele, die am Wochenende zu Ende gingen. Bereits am 4. Februar 2026 – zwei Tage vor der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele – trafen sich 40 Teilnehmende aus Nachwuchsleistungssport und Ehrenamt sowie das zehnköpfige Leitungsteam in München und reisten mit dem Bus nach Norditalien. In Mailand und Cortina d’Ampezzo erwarteten sie 15 Tage voller Eindrücke und Emotionen.

Wie schauen die Teilnehmenden mit ein wenig Abstand auf das DOJL Milano Cortina 2026? Welche Erinnerungen sind so frisch, als wäre das bunte Bildungs-, Kultur- und Sportprogramm der Deutschen Sportjugend (dsj) und der Deutschen Olympischen Akademie (DOA) und der Deutschen Sportjugend (dsj) erst gestern zu Ende gegangen?  

Vom Olympischen Jugendlager zur Olympiasiegerin  
„Das Deutsche Olympische Jugendlager ermöglicht besondere Momente“, sagt Wiebke Arndt, kommissarische DOA-Direktorin und Leiterin des DOJL Milano Cortina 2026. Gerade wenn die Jugendlichen auf (sport-)politische Größen wie Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Mitglieder des Ausschusses für Sport und Ehrenamt um Aydan Özoğuz oder Vertreter*innen des IOC wie Kim Bui und Christian Klaue treffen, sei die Tragweite der Veranstaltungsreihe greifbar.

„Die Jugendlichen glücklich und motiviert für neue Aufgaben nach Hause fahren zu sehen, ist der Kern des Projekts. Wir werden viele von ihnen in Zukunft mit Sicherheit in verschiedenen Funktionen des Sports wiedertreffen.“ Mit diesen Worten bringt Wiebke Arndt den Anspruch und die Wirkung des Projekts auf den Punkt. 

Rennrodlerin Julia Taubitz, die 2014 selbst am Olympischen Jugendlager teilgenommen hatte und bei den Olympischen Winterspielen 2026 Gold im Einsitzer und der Team-Staffel gewann, berichtete beim Skispringen der Männer auf der Großschanze von ihren Erinnerungen und gab den Jugendlichen inspirierende Ratschläge mit auf den Weg.  

Sie war damit nur eine von vielen Team D-Athlet*innen, die während der zweieinhalb Wochen den Kontakt mit dem Nachwuchs suchten. Nach einer Führung durch den Mailänder Dom trafen die Jugendlichen unter anderem das deutsche Eistanzpaar Jennifer Janse van Rensburg und Benjamin Steffan. „Den Austausch fand ich persönlich sehr schön, zumal ich sie aus meinem Verein kenne“, blickt Teilnehmerin und Eiskunstläuferin Hanna Keiß, die in Oberstdorf (Bayern) den Nachwuchs trainiert, zurück.

Auch Para Radsportler Henry Schnetgöke aus Ibbenbüren (Nordrhein-Westfalen) zieht ein positives Fazit: „Neben den zahlreichen Programmpunkten aus Sport, Politik und Kultur haben wir viel über die olympischen und paralympischen Werte gelernt. Darüber hinaus gab es zahlreiche Begegnungen, die mich nachhaltig beeindruckt haben und mich über das Jugendlager hinaus inspirieren. Besonders die Motivation der Sportler*innen hautnah zu erleben und der Austausch mit italienischen Jugendlichen haben mich begeistert.“

„IT’s Our Vibe“ – auf den Rängen und in den sozialen Medien  
Der Slogan des Jugendlagers, der an das offizielle Motto „IT’s Your Vibe“ der Olympischen und Paralympischen Spiele angelehnt war, wurde nicht nur in Mailand und Cortina d’Ampezzo, in Antholz, Brixen oder Predazzo gelebt – es wurde auch im digitalen Raum spürbar.

Auf dem Instagram-Account @olympisches_jugendlager begleiteten die Jugendlichen ihre Erlebnisse vor Ort. Dass diese Inhalte auf großes Interesse stießen, zeigen die Zahlen: Rund 500 neue Follower*innen zwischen dem 4. Februar und 4. März – eine Wachstumsrate von fast 25 Prozent. Hinzu kommen mehr als 18.500 Interaktionen sowie über 1,6 Millionen Impressionen auf den Kanälen des DOJL, der DOA und der dsj.

„Diese beeindruckenden Zahlen belegen: das Jugendlager wirkt – weit über die Olympischen Spiele hinaus“, sagt Luca Wernert, dsj-Vorstandsmitglied und stellvertretender Leiter des DOJL Milano Cortina 2026. „Es zeigt, wie viel Enthusiasmus in der Olympischen Idee steckt, wie sie von jungen Menschen getragen wird und viele Menschen begeistert. Und klar ist auch – diese ansteckende Freude wollen wir so bald wie möglich wieder im eigenen Land erleben!“  


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