Projektstart „NextLevelWir – gemeinsam statt einsam“

Quelle: dsj

Deutsche Sportjugend stärkt Sportvereine als Orte gegen Einsamkeit junger Menschen

Die Deutsche Sportjugend (dsj) startet mit dem Projekt NextLevelWir – gemeinsam statt einsam, gefördert von der Stiftung Mercator, eine neue Initiative gegen Einsamkeit unter jungen Menschen. Ziel des Projekts ist es, den organisierten Sport als wichtigen sozialen Raum zu stärken, in dem junge Menschen Zugehörigkeit, Beteiligung und Gemeinschaft erleben können, insbesondere junge Menschen aus sozioökonomisch benachteiligten Lebenslagen. 

Einsamkeit junger Menschen ist eine wachsende gesellschaftliche Herausforderung. Sie steht häufig im Zusammenhang mit sozialer Ausgrenzung, Bildungsungleichheit und politischer Entfremdung. Genau hier setzt NextLevelWir an: Sportvereine und -verbände sollen als Orte der Begegnung, der Teilhabe und der Demokratieförderung gestärkt werden. Gleichzeitig werden sie dabei unterstützt, ihre Strukturen noch stärker jugendgerecht, partizipativ und zugänglich zu gestalten. 

„Der organisierte Sport erreicht Millionen junger Menschen in ganz Deutschland. Einsamkeit ist für viele dieser jungen Menschen eine reale Erfahrung. Die Kraft des Sports wollen wir nutzen, um Gemeinschaft zu stärken und Einsamkeit aktiv entgegenzuwirken. Mit NextLevelWir – gemeinsam statt einsam wollen wir junge Menschen stärker beteiligen, ihre Perspektiven sichtbar machen und Sportvereine dabei unterstützen, noch offenere und zugänglichere Räume für Gemeinschaft zu schaffen“, sagt Leandra Götz, Vorstandsmitglied der Deutschen Sportjugend. 

Ein zentrales Element des Projekts ist der Aufbau eines bundesweiten Netzwerks von Mitgliedsorganisationen der dsj, das sich systematisch mit dem Thema Einsamkeit und verwandten Jugendthemen beschäftigt. Innerhalb dieses Netzwerks werden Erfahrungen ausgetauscht, Wissen gebündelt und gemeinsame Lösungsansätze entwickelt. 

Der offizielle Auftakt des Projekts erfolgte am 26. März 2026 im Rahmen einer Veranstaltung mit Vertreter*innen der Mitgliedsorganisationen der dsj. Mit der Auftaktveranstaltung startete die gemeinsame Projektarbeit und brachte erstmals Akteur*innen aus dem organisierten Jugendsport zusammen, die sich künftig gemeinsam mit dem Thema Einsamkeit im Jugendalter befassen werden. 

Darüber hinaus setzt das Projekt stark auf die Beteiligung junger Menschen selbst. Rund 160 junge Peer-Botschafter*innen – die sogenannten „Connectors“ – werden qualifiziert, um das Thema Einsamkeit in ihren Netzwerken sichtbar zu machen und neue Beteiligungsformate mitzugestalten. Der Peer-Ansatz steht dabei im Mittelpunkt: Jugendliche werden nicht als Zielgruppe einer Intervention verstanden, sondern als aktive Gestalter*innen des Projekts. 

„Eine offene und solidarische Gesellschaft braucht Orte, an denen junge Menschen Zugehörigkeit erfahren und sich einbringen können. Das Projekt NextLevelWir stärkt den organisierten Sport als Raum für niedrigschwellige Teilhabe, Begegnung und Engagement – insbesondere für junge Menschen, die sonst schwerer Zugang finden. Damit leistet es einen wichtigen Beitrag zu mehr Chancengleichheit und gesellschaftlichem Zusammenhalt, zentrale Anliegen unserer Arbeit.“, so Violaine Dobel von der Stiftung Mercator. 


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