Psychische Gewalt im Sport erkennen und vorbeugen!

Quelle: dsj

Interview mit David Knöß im Kinderschutz Magazin und ein Fachaustausch bieten Informationen zu psychischer Gewalt im Sport

Psychische Gewalt gegen Kinder und Jugendliche ist nach wie vor weit verbreitet, auch wenn körperliche Gewalt gegen Kinder abgenommen hat. Dies belegt eine in 2020 veröffentlichte Studie von Prof. Dr. Jörg M. Fegert, die UNICEF und der Kinderschutzbund unterstützt haben. Die Ergebnisse haben den Kinderschutzbund veranlasst, psychische Gewalt zu einem Schwerpunktthema in den Jahren 2022, 2023 und 2024 zu machen und mit der Kampagne „Gewalt ist mehr als du denkst“ öffentlich Bewusstsein zu schaffen. Auch im Sport sind Kinder und Jugendliche häufig von psychischer Gewalt betroffen, wie u. a. die Studie SicherImSport von Prof. Dr. Bettina Rulofs (Sporthochschule Köln) und Dr. Marc Allroggen (Uniklinikum Ulm) zeigt.

Rund 7,3 Mio. Kinder und Jugendliche in Deutschland sind in Sportvereinen aktiv. Sport macht Spaß, schafft Bewegung und bietet soziale Kontakte. Manchen jungen Menschen begegnet dort aber auch psychische Gewalt. David Knöß, Referent für Schutz vor Gewalt bei der Deutschen Sportjugend (dsj), erläutert im Interview in der aktuellen Ausgabe des Kinderschutz Magazins, wo Betroffene Hilfe bekommen und was Sportvereine gegen psychische Gewalt tun können.

Ehrenamtliche und Hauptberufliche aus dem organisierten Sport sowie den Kinderschutzbund-Strukturen, die sich noch weitergehend damit auseinandersetzen wollen, wie sie psychische Gewalt im Sport erkennen und vorbeugen können, sind eingeladen, am Dienstag, den 30. April 2024 von 15:30 Uhr bis 19:00 Uhr (via Zoom) an der Veranstaltung „Gewalt ist mehr als du denkst - Psychische Gewalt im Sport erkennen und vorbeugen!" teilzunehmen. Bei diesem Fachaustausch wollen der Kinderschutzbund und die Deutsche Sportjugend über psychische Gewalt im Sport informieren und die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu Häufigkeiten, Formen und Ausprägungen psychischer Gewalt im Sport einordnen. Mit Good Practice-Beispielen aus der Sportpraxis sollen Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie psychischer Gewalt vorgebeugt und entgegengewirkt werden kann. Das Programm bietet ausreichend Raum für Austausch, Reflexion und die gemeinsame Suche nach Lösungen.  Die Anmeldung erfolgt per Registrierung über die Zoom-Seite. Die Teilnahme ist kostenfrei und für alle Interessierten zugänglich. Der Anmeldeschluss ist der 23. April 2024.


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