Die „Sterne des Sports“ zählen zu den bedeutendsten Auszeichnungen für gesellschaftliches Engagement von Sportvereinen in Deutschland. Der Wettbewerb, ausgerichtet vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und den Volksbanken Raiffeisenbanken, würdigt Sportvereine, die über den klassischen Trainings- und Wettkampfbetrieb hinaus gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Beim Bundesfinale 2026 fiel dabei besonders auf, dass zahlreiche ausgezeichnete Initiativen einen starken Bezug zur Arbeit mit Kindern und Jugendlichen hatten bzw. Kinder- und Jugendarbeit betreiben.
Förderung von jungem Engagement im Sport
Mit dem „Großen Stern des Sports“ in Gold wurde die Turngemeinde Herford von 1860 ausgezeichnet. Das Projekt „Vereinsheld 2025 – Unsere Zukunft ist Ehrenamt“ stärkt gezielt junge Engagierte durch Qualifizierungen, Netzwerktreffen und finanzielle Unterstützung. Ziel ist es, früh Verantwortung zu übertragen und nachhaltige Strukturen für junges Ehrenamt im Verein aufzubauen.
Mentoring für junge Schiedsrichter*innen
Den zweiten Platz belegte der VfB Eilenburg mit einem Mentor*innensystem für junge Schiedsrichter*innen. Herzstück der Initiative „FairPFIFFEN - Mut braucht Rückhalt“ ist ein innovatives Coaching-System, bei dem die Jugendlichen während ihrer Spielleitung per Headset live von erfahrenen Mentor*innen unterstützt werden.
Inklusive Kinder- und Jugendarbeit im Sport
Der dritte Platz ging an den MTV Stuttgart 1843 mit der 2025 gegründeten Parasport-Akademie. Dort trainieren junge Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsam. Die inklusive Nachwuchsarbeit setzt Maßstäbe für Barrierefreiheit, Teilhabe und langfristige Entwicklung im organisierten Sport.
Internationale Jugendarbeit von Sportvereinen
Auch auf Landesebene wurden zahlreiche Vereine mit starkem Kinder- und Jugendbezug ausgezeichnet. So erhielt unter anderem der Berliner Verein Pfeffersport e.V. den „Großen Stern des Sports“ in Silber für das Projekt „Fair Friends“. Das inklusive Fußball- und Bildungsprojekt verbindet sportliche Aktivitäten mit Fair-Play- und Bildungsworkshops und bringt Kinder und Jugendliche aus Deutschland und Polen zusammen.
Kinder- und Jugendarbeit ist zentraler Bestandteil nachhaltiger Vereinsentwicklung
Die ausgezeichneten Projekte verdeutlichen die besondere Rolle von Sportvereinen als soziale Lernorte. Neben motorischer Entwicklung werden soziale Kompetenzen, Teamfähigkeit, Konfliktlösung und Eigenverantwortung gefördert. Gleichzeitig schaffen inklusive und partizipative Angebote Zugänge für unterschiedliche Zielgruppen und stärken gesellschaftliche Teilhabe.
Die „Sterne des Sports“ 2026 zeigen damit eindrücklich, welchen Beitrag Sportvereine für junge Menschen leisten können – auch wenn der Wettbewerb grundsätzlich gesellschaftliches Engagement in seiner ganzen Breite auszeichnet. Die starke Präsenz von Kinder- und Jugendprojekten macht sichtbar, dass Jugendarbeit ein zentraler Bestandteil nachhaltiger Vereinsentwicklung und gesellschaftlichen Zusammenhalts ist.