Seit über 52 Jahren verbindet die Deutsche Sportjugend (dsj) und die Japanische Sportjugend (JJSA) eine außergewöhnlich beständige Partnerschaft. Was einst als Austauschprogramm begann, hat sich zu einer tragfähigen Brücke zwischen zwei Sport- und Jugendwelten entwickelt – geprägt von gegenseitigem Lernen, kultureller Verständigung und gemeinsamen Zukunftsvisionen.
Im November fand in Tokio ein hochrangiger Austausch statt, bei dem die dsj – vertreten durch den Vorsitzenden, Stefan Raid, und die 2. Vorsitzende, Kiki Hasenpusch– zahlreiche Gespräche führte, um die Kooperation strategisch weiterzuentwickeln.
Bei Treffen mit der Japanischen Sportjugend (JJSA) und dem Japanischen Sportbund (JSPO) ging es vor allem um Perspektiven und Lösungen für aufgekommene Herausforderungen durch Änderungen des Breitensport- und Schulsportsystems. Darüber hinaus wurden aus den Vorjahresgesprächen mit Abgeordneten der Deutsch-Japanischen Parlamentariergruppe Impulse zu Fördermöglichkeiten aufgegriffen und vertieft diskutiert. Im Termin mit Endo Toshiaki, Präsident von JSPO, Abgeordneter im Japanischen Unterhaus und ehemaliger Olympiaminister, wurde eine hohe Wertschätzung sowie politische Unterstützung für die Weiterentwicklung signalisiert. Auch mit der Deutschen Botschaft in Tokio konnten Förderthemen besprochen werden, um auch künftig möglichst vielen jungen Menschen die Teilnahme am Programm zu ermöglichen.
„Wir blicken mit großem Dank auf diese lange und vertrauensvolle Partnerschaft zurück – und zugleich voller Zuversicht nach vorn. Unser gemeinsames Ziel bleibt klar: Wir wollen den deutsch-japanischen Austausch weiter stärken, neue Impulse setzen und noch vielen weiteren jungen Menschen diese einzigartige internationale Erfahrung ermöglichen.“, so Stefan Raid, Vorstandsvorsitzender der dsj.
In den zurückliegenden fünf Jahrzehnten haben bereits über 11.000 Jugendliche am deutsch-japanischen Austausch teilgenommen. Ziel bleibt es, dieses erfolgreiche und prägende Begegnungsformat weiter auszubauen und noch mehr jungen Menschen internationale Erfahrungen zu ermöglichen. Im Rahmen des Besuchs erhielt die dsj-Delegation zudem Einblicke in die Arbeit eines SOGO-Sportvereins in Kawasaki – einer Struktur, die vielen deutschen Quartierssportvereinen ähnelt. Auch Gespräche mit einem japanischen Sportfachverband zur möglichen Teilnahme am Simultanaustausch und an weiteren Jugendbegegnungen im Sport boten wertvolle Impulse für die Ausweitung der Zusammenarbeit.