Zivilgesellschaft stärken: Dialog über Strategien gegen Rechtsextremismus

WZB Veranstaltung „Zivilgesellschaft stärken – gemeinsam gegen Rechtsextremismus am 17. April 2026

Wie können zivilgesellschaftliche Organisationen wirksam gegen Rechtsextremismus vorgehen – und welche Rolle spielen dabei Wissenschaft, Politik und organisierter Sport? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung „Zivilgesellschaft stärken – gemeinsam gegen Rechtsextremismus“, zu der das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) am 17. April einlädt. 

Die Diskussionsveranstaltung bringt Vertreter*innen aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft zusammen, um über Strategien im Umgang mit der extremen Rechten zu sprechen und Handlungsmöglichkeiten für demokratische Organisationen zu diskutieren. Rechtsextreme Akteur*innen versuchen zunehmend, Einfluss auf zivilgesellschaftliche Strukturen zu nehmen – etwa durch Einschüchterung, Angriffe oder Versuche der Unterwanderung. Betroffen sind unterschiedlichste Bereiche, von Migrant*innenorganisationen über Gewerkschaften bis hin zu lokalen Vereinen und Sportstrukturen.  

Grundlage der Diskussion ist unter anderem das WZB-Forschungsprojekt „Wirksam gegen Rechtsaußen“. Darin wurden Strategien zivilgesellschaftlicher Organisationen systematisch untersucht. Als Praxispartner war auch der organisierte Sport beteiligt – dsj, DOSB und der Deutsche Schützenbund. Insgesamt analysierten Forschende 191 Praxis-Handreichungen und 56 wissenschaftliche Studien. Das Ergebnis: In der Praxis existiert umfangreiches Erfahrungswissen darüber, wie Organisationen auf rechtsextreme Aktivitäten reagieren – etwa durch klare Positionierungen, Aufklärung, Netzwerkarbeit oder Protest. Gleichzeitig gibt es bislang nur begrenzte wissenschaftliche Erkenntnisse darüber, welche dieser Strategien tatsächlich nachhaltig wirksam sind.  

Die Veranstaltung will deshalb den Austausch zwischen Praxis und Forschung stärken und gemeinsam diskutieren, welche Ansätze sich bewährt haben und welche Rahmenbedingungen Engagement gegen Rechtsextremismus unterstützen können. 

Auch der organisierte Sport bringt seine Perspektive ein: Für den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und die Deutsche Sportjugend (dsj) nimmt Nina Reip an der Podiumsdiskussion teil. Sportvereine gelten als wichtige Orte demokratischer Teilhabe und können einen wichtigen Beitrag dazu leisten, Haltung gegen menschenfeindliche Ideologien zu zeigen und demokratische Werte im Alltag zu stärken. 

Weitere Informationen und Anmeldung zur Veranstaltung gibt es auf der Website des WZB.


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