Vier Personen stehen lächelnd vor einem Schild des Bundesministeriums der Verteidigung in Deutschland. Sie tragen legere Kleidung und scheinen eine positive Atmosphäre zu haben. Im Hintergrund sind Bäume und ein Gebäude sichtbar.

Quelle: dsj

Austausch mit Verteidigungsminister Boris Pistorius

dsj bringt Perspektive junger Menschen in die Debatte um das Reservestärkungsgesetz ein

Auf Einladung von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius fand am 9. Juli 2026 ein Austausch zwischen dem Minister, der Deutschen Sportjugend und dem Deutschen Bundesjugendring im Bundesministerium der Verteidigung statt. Im Mittelpunkt stand der Gesetzentwurf zur Stärkung der Reserve.  

Die Deutsche Sportjugend (dsj) hat sich in die jugendpolitische Debatte zum geplanten Reservestärkungsgesetz eingebracht und dabei insbesondere die Frage in den Mittelpunkt gestellt, ob die vorgesehenen Regelungen zur Lebensrealität junger Menschen passen. Aus Sicht der dsj müssen alle politischen Vorhaben, die junge Menschen unmittelbar betreffen, deren Bildungswege, Übergänge, Engagementformen und individuelle Lebensplanung ernst nehmen. Junge Menschen müssen als eigenständige Akteur*innen mit Rechten, Perspektiven und Gestaltungsansprüchen beteiligt werden. Vor diesem Hintergrund hat die 2. Vorsitzende der Deutschen Sportjugend, Kiki Hasenpusch, die Einladung in das Bundesverteidigungsministerium ausdrücklich begrüßt und den Austausch auf Augenhöhe sehr positiv eingeordnet.

In diesem Sinne unterstrich die dsj im Gespräch, dass gesellschaftliche Resilienz und Demokratieförderung nicht allein sicherheitspolitisch gedacht werden können. Der organisierte Sport ist mit seinen Vereinen, Verbänden und Jugendstrukturen ein zentraler Partner, wenn es darum geht, junge Menschen zu stärken, Beteiligung erfahrbar zu machen und demokratische Haltung im Alltag zu fördern. Sport schafft Orte der Begegnung, der Verantwortungsübernahme und des sozialen Lernens – und leistet damit einen wichtigen Beitrag zu Zusammenhalt, Krisenfestigkeit und einer lebendigen Demokratie.

Dr. Jaana Eichhorn, Ressortleiterin für junges Engagement, hob insbesondere die Bedeutung der Freiwilligendienste im Sport hervor. FSJ und BFD ermöglichen jungen Menschen einen niedrigschwelligen Zugang zu Engagement, Orientierung und Qualifizierung. Sie stärken Selbstwirksamkeit, Verantwortungsbewusstsein und demokratische Kompetenzen und unterstützen zugleich Sportvereine und -verbände in ihrer wichtigen Arbeit vor Ort. Kiki Hasenpusch plädierte dafür, die Bereitschaft junger Menschen für ein Engagement – ob für einen Freiwilligendienst, ein langfristiges Engagement im Sport oder für einen Wehrdienst – ernst zu nehmen und zu fördern.

Für die dsj bleibt zentral: Wer über Resilienz, Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt spricht, muss junge Menschen beteiligen, ihre Lebensrealitäten berücksichtigen und die bestehenden zivilgesellschaftlichen Strukturen stärken – insbesondere dort, wo junge Menschen bereits heute Verantwortung übernehmen: im freiwilligen Engagement und im Sport.


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