Das Bundesprogramm gegen Extremismus und Menschenfeindlichkeit im Sport der Deutschen Sportjugend startet in eine neue Förderrunde für demokratiebildende Aktivitäten im Jahr 2026. Gefördert werden Projekte von Sportvereinen, Sportverbänden und Fanprojekten, die sich gegen Extremismus und Menschenfeindlichkeit engagieren und die demokratische Kultur im Sport stärken.
Seit dem Start des Programms im Jahr 2023 wurden bereits rund 150 demokratiestärkende Aktivitäten im Sport umgesetzt. Das vom Bundeskanzleramt geförderte Programm unterstützt insbesondere die praktische Arbeit gegen Extremismus sowie Maßnahmen zur Stärkung der demokratisch-integrativen Kraft des Sports.
Gefördert werden Aktivitäten
- im gemeinnützigen, organisierten Sport – vom Breiten- und Jugendsport bis zum Leistungs- und Spitzensport,
- an Schnittstellen zu nicht organisierten oder kommerziellen Sportstrukturen, sportbezogener Sozialer Arbeit sowie zivilgesellschaftlichen Initiativen,
- in Fanszenen beziehungsweise durch Fanprojekte.
Antragsberechtigt sind Mitgliedsorganisationen der Deutschen Sportjugend und des Deutschen Olympischen Sportbundes sowie Sportvereine und -verbände, Kreis- und Stadtsportbünde unter deren Dach. Auch Fanprojekte nach dem Nationalen Konzept Sport und Sicherheit können Anträge stellen.
Gefördert werden Projekte, die sich im Kontext Sport mit Themen wie Rechtsextremismus, gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit oder Demokratiebildung auseinandersetzen. Besonders berücksichtigt werden Bereiche, die bislang nicht ausreichend oder nicht sportspezifisch durch andere Förderprogramme abgedeckt sind. Der Umsetzungszeitraum für Maßnahmen liegt in diesem Jahr zwischen dem 15. Mai und dem 31. Oktober 2026.
„Gerade weil demokratische Stabilität kein Selbstläufer ist, bietet das Bundesprogramm einen starken Rahmen, um Engagement im und durch Sport wirksam zu unterstützen und sichtbar zu machen. Ich freue mich, dass wir durch das Bundesprogramm Sportvereinen, Sportverbänden und Fanprojekten ermöglichen, sich auf vielfältige Weise gegen Extremismus zu engagieren und damit Verantwortung für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft zu übernehmen. Demokratisch. Stabil. Zuversichtlich“, sagt Benny Folkmann, Vorstandsmitglied der Deutschen Sportjugend.
Anträge können bis 21. April 2026 über das Antragsformular gestellt werden. Beantragt werden können unterschiedliche Maßnahmenpakete, darunter Qualifizierungs- und Fortbildungsangebote, Bildungsformate, Fachveranstaltungen, Kommunikationsmaßnahmen, Fachexpertise und Analysen sowie Coaching.
Für Interessierte findet am Dienstag, 24. März 2026, von 16:00 bis 17:00 Uhr eine digitale Informationsveranstaltung statt. Eine Anmeldung ist bis Montag, 23. März 2026, 12:00 Uhr möglich.
Weitere Informationen zur Antragstellung sowie zu den verschiedenen Maßnahmenpaketen und Fördersummen sind auf der Website der dsj zu finden. Rückfragen können per E-Mail an bundesprogramm(at)dsj.de gestellt werden.