Der deutsch-japanische Fachkräfteaustausch bietet erneut Raum für den fachlichen Dialog über aktuelle Fragen des Kinder- und Jugendsports. Vom 20. September bis 2. Oktober 2026 ist eine achtköpfige Delegation der Japan Junior Sports Association (JJSA) zu Gast in Deutschland, um sich über Strukturen und Arbeitsfelder des organisierten Sports mit Fachkräften verschiedener Mitgliedsorganisationen auszutauschen.
Im Mittelpunkt des diesjährigen Austauschs steht das Thema Safe Sport. Eine zentrale Rolle nahm dabei der fachliche Austausch mit dem Safe-Sport-Team der Deutschen Sportjugend (dsj) und verschiedener Mitgliedsorganisationen ein. Die Vorsitzende der JJSA, Naomi Masuko, engagiert sich selbst intensiv für den Schutz im Sport und leitet das von ihr initiierte Projekt „Trainer darf nicht böse werden“.
Nach dem Auftakt in Frankfurt führt die Reise zur Sportjugend NRW und zur Saarländischen Sportjugend. Neben Safe Sport standen dabei weitere Zukunftsthemen des Kinder- und Jugendsports auf der Agenda, darunter der Ganztag und der Leistungssport. Die unterschiedlichen Strukturen und Erfahrungen in Deutschland und Japan bieten dabei Anknüpfungspunkte für den gegenseitigen Erfahrungsaustausch.
Der Fachkräfteaustausch zwischen Deutschland und Japan hat eine noch längere Tradition als der deutsch-japanische Sportjugend-Simultanaustausch, der seit 1974 besteht. Der aktuelle Austausch knüpft an diese langjährige Zusammenarbeit an und schafft zugleich Perspektiven für die weitere Kooperation. Auch die Planungen für den nächsten Deutsch-Japanischen Sportjugend-Simultanaustausch 2027 sind Teil des fachlichen Dialogs.