Mit einem offiziellen Empfang in München ist am 30. Juli die IN-Maßnahme des 53. deutsch-japanischen Sportjugend-Simultanaustauschs gestartet. Die Deutsche Sportjugend (dsj) begrüßte gemeinsam mit ihren Partnern die 64-köpfige japanische Delegation, die in den kommenden zwei Wochen Deutschland kennenlernen und den Alltag in Gastfamilien sowie in Sportvereinen erleben wird. Der traditionelle Jugendaustausch steht in diesem Jahr unter dem Motto „Gestalte deinen Sport der Zukunft“ und bringt erneut junge Menschen aus Deutschland und Japan zusammen.
Auch eine vierköpfige Delegation der Japan Sport Association (JSPO) nahm an der Veranstaltung teil. Angeführt wurde sie vom JSPO-Präsidenten, Toshiaki Endō, der auch ein Grußwort an die Teilnehmenden richtete. Das sein erster Besuch in Deutschland im Rahmen des Simultanaustauschs stattfand, zeigt die besondere Bedeutung der langjährigen Partnerschaft.
Zum Empfang in München begrüßten neben dem 1. Vorsitzenden der dsj, Stefan Raid, auch der japanische Generalkonsul Kenichi Bessho, Stephan Höller, Geschäftsführer der Bayerischen Sportjugend sowie der Münchner Stadtrat Beppo Brem die Teilnehmenden. „Der deutsch-japanische Simultanaustausch zeigt seit mehr als fünf Jahrzehnten, wie Sport Menschen verbindet und Brücken zwischen Kulturen baut. Gerade in einer Zeit, in der demokratische Werte und das friedliche Miteinander unter Druck geraten, sind echte Begegnungen zwischen jungen Menschen von unschätzbarem Wert. Sie schaffen Vertrauen, fördern interkulturelles Verständnis und legen den Grundstein für langfristige Freundschaften und starke internationale Beziehungen. Ich wünsche allen Teilnehmenden unvergessliche Erlebnisse und viele neue Perspektiven.“, sagt Stefan Raid, Vorsitzender der Deutschen Sportjugend.
Im Anschluss erkundeten die Jugendlichen die Münchner Innenstadt bei einer Stadtrallye und erhielten erste Einblicke einer deutschen Großstadt. In den kommenden Tagen reisen sie weiter in ihre jeweiligen Regionen, wo sie bei Gastfamilien wohnen und gemeinsam mit ihren deutschen Partner*innen den Vereinsalltag, sportliche Aktivitäten und das gesellschaftliche Leben vor Ort kennenlernen.
Neben dem Austauschprogramm standen auch der fachliche und partnerschaftliche Austausch zwischen der JSPO und der dsj im Mittelpunkt. Dabei würdigten beide Seiten die enge Zusammenarbeit und die hohe gegenseitige Wertschätzung, die sich unter anderem bereits beim Empfang der deutschen Delegation durch die JSPO im vergangenen Jahr in Japan zeigte. Insbesondere wurde sich über die Perspektiven junger Menschen im Kontext der Olympischen und Paralympischen Spiele, die Weiterentwicklung des deutsch-japanischen Austauschs sowie dessen gesellschaftliche Bedeutung ausgetauscht. Darüber hinaus informierte sich die japanische Führungskraftdelegation bei Besuchen der Sportschule Oberhaching und des SAP Garden über die deutsche Sportinfrastruktur. Nach einer exklusiven Führung von Oliver Wesp, Geschäftsführer der Red Bull Stadion München GmbH, durch die Münchner Arena, tauschte sich die Delegation in weiteren Gesprächen über aktuelle Entwicklungen, darunter die veränderten Finanzierungsbedingungen des Austauschs auf japanischer Seite, aus.
Zum Abschluss des Besuchs wurde die japanische Delegation im Beisein von Kiki Hasenpusch, 2. Vorsitzende der dsj, und Benny Folkmann, Vorstandsmitglied der dsj, von Generalkonsul Bessho empfangen.
Die deutsche Delegation mit 100 Jugendlichen befindet sich zeitgleich bereits in Japan und erlebt dort ebenfalls ein vielfältiges Programm aus Sport, Kultur und Begegnung. Seit 1974 ermöglicht der deutsch-japanische Sportjugend-Simultanaustausch jedes Jahr jungen Menschen aus beiden Ländern, internationale Freundschaften zu knüpfen, interkulturelle Kompetenzen zu stärken und den Sport als verbindendes Element über Ländergrenzen hinweg zu erleben. Mehr als 11.000 Jugendliche und Betreuungspersonen haben bislang an dem Austausch teilgenommen.