Eine Gruppe von neun Personen steht auf einer Bühne vor einem großen Bildschirm. Sie tragen formelle Kleidung und lächeln in die Kamera. Die Szene vermittelt eine freundliche und professionelle Atmosphäre.

Quelle: dsj/ Giulia Iannicelli

Dominic Ullrich ist neuer Vorsitzender der Deutschen Sportjugend

Neuer dsj-Vorstand setzt auf Jugendbeteiligung und bessere Bedingungen für den Jugendsport

Die Deutsche Sportjugend (dsj) hat bei ihrer Vollversammlung in Nürnberg einen neuen Vorstand für die Wahlperiode 2026 bis 2030 gewählt. Dominic Ullrich von der Deutschen Leichtathletik-Jugend übernimmt den Vorsitz. Keren Vogler von der MAKKABI Deutschland Jugend wurde zur 2. Vorsitzenden gewählt. Die Delegierten der Mitgliedsorganisationen stellten damit die Weichen für die zukünftige Arbeit der dsj als Interessenvertretung der Kinder und Jugendlichen im organisierten Sport. 

Dominic Ullrich bringt langjährige Erfahrung aus der Kinder- und Jugendsportentwicklung sowie der Verbandsarbeit mit. Als Vorsitzender der Deutschen Leichtathletik-Jugend und durch seine Tätigkeit in verschiedenen sportpolitischen Gremien setzt er sich insbesondere für die Weiterentwicklung des Kinder- und Jugendsports, bessere Zugänge zu Bewegung und Sport sowie eine stärkere Zusammenarbeit innerhalb des organisierten Sports ein. In der neuen Wahlperiode soll es darum gehen, die Kräfte der Mitgliedsorganisationen zu bündeln, die sportpolitische Interessenvertretung weiterzuentwickeln und die Potenziale einer deutschen Bewerbung, um Olympische und Paralympische Spiele für den Kinder- und Jugendsport zu nutzen. 

„Ich möchte den Kinder- und Jugendsport strukturell stärken und Sport als ganzheitliches Bildungs- und Entwicklungsfeld weiter voranbringen. Dafür will ich mit einem jungen, engagierten Team einbinden und sportpolitische Netzwerke ausbauen, um die Interessen junger Menschen wirksam zu vertreten“, sagt Dominic Ullrich, neuer Vorsitzender der Deutschen Sportjugend.

Keren Vogler engagiert sich seit vielen Jahren bei MAKKABI Deutschland und in der Jugendverbandsarbeit. Ihre Schwerpunkte liegen unter anderem in der Jugendbildung und Jugendbeteiligung, im Schutz junger Menschen, in der Antidiskriminierungsarbeit sowie in der Demokratieförderung. Als 2. Vorsitzende möchte sie dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche den Sport nicht nur erleben, sondern aktiv mitgestalten können. Sichere Rahmenbedingungen, gleichberechtigte Teilhabe und eine klare Haltung gegen Diskriminierung und Gewalt sind dafür zentrale Voraussetzungen. 

Zu weiteren Vorstandsmitgliedern wählte die Vollversammlung Tom Faßhauer, Bayerische Sportjugend im BLSV e. V., Leandra Giannaki, Deutscher Fußball-Bund, Leandra Götz, Sportjugend Rheinland-Pfalz, Jannik Kiesel, Deutsche Schachjugend e. V. sowie Julian Lageman, Sportjugend Nordrhein-Westphalen. Sie bringen Erfahrungen und Perspektiven aus unterschiedlichen Bereichen des Kinder- und Jugendsports, der Jugendverbandsarbeit und des ehrenamtlichen Engagements ein. Ihre Schwerpunkte reichen von der Bewegungsförderung und der Stärkung der Sportvereine über Freiwilligendienste und internationale Jugendarbeit bis hin zu Inklusion, Kinderschutz und Jugendbeteiligung. Faßhauer, Giannaki, Götz und Kiesel sind unter 27 Jahre alt. Somit repräsentieren vier junge Menschen die Interessen der Jugend im Vorstand der Deutschen Sportjugend. Kiki Hasenpusch, die ebenfalls für ein Vorstandsamt kandidiert hatten, wurden nicht gewählt. Lena Müller und Luca Wernert sind im Wahlprozess von ihrer Kandidatur zurückgetreten. In Abstimmung mit dem neuen Vorstand wird Lena Müller ihre Expertise weiterhin eng abgestimmt dem neuen Vorstand zur Verfügung stellen.

Mit der Wahl des neuen Vorstands endet auch die Amtszeit mehrerer langjähriger Vorstandsmitglieder. Der bisherige dsj-Vorsitzende Stefan Raid trat nach 10 Jahren Vorstandstätigkeit nicht erneut an. Auch Benny Folkmann, der sich mehr als 26 Jahre im Vorstand der dsj engagiert und insbesondere die Demokratiearbeit im Sport geprägt hat, kandidierte nicht erneut. Ebenso stand Caro Giffhorn für eine weitere Amtszeit nicht zur Verfügung. Die dsj dankte allen dreien für ihr langjähriges Engagement und ihren Einsatz für die Interessen von Kindern und Jugendlichen im Sport und verabschiedete sie gebührend. 

Der Gesamtvorstand der dsj wird durch zwei hauptamtliche Vorstandsmitglieder ergänzt, die nicht von der Vollversammlung gewählt werden. Leon Ries, Vorstandsmitglied Geschäftsführung, und Natalie Deschauer, Vorstandsmitglied Finanzen, verantworten als Teil des Gesamtvorstandes die strategische und operative Weiterentwicklung der Deutschen Sportjugend. 

Die neue Wahlperiode fällt in eine Zeit, in der die gesellschaftliche Bedeutung des Kinder- und Jugendsports weiter gestärkt werden muss. Sportvereine bieten jungen Menschen Räume für Bewegung, Begegnung, persönliche Entwicklung und gesellschaftliche Teilhabe. Zugleich braucht es verlässliche Rahmenbedingungen, damit alle Kinder und Jugendlichen unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen Zugang zu Sport und Bewegung erhalten. Die dsj will sich deshalb auch künftig gegenüber Politik und Gesellschaft für die Interessen junger Menschen einsetzen, ihre Beteiligung stärken und die Zukunft des Kinder- und Jugendsports aktiv mitgestalten. 

Die Vollversammlung der Deutschen Sportjugend findet am 24. und 25. Oktober 2026 in Nürnberg in Kooperation mit der Bayerischen Sportjugend statt. Als oberstes Organ der dsj wählt sie den Vorstand und legt grundlegende Richtlinien für die Arbeit der Jugendorganisation im Deutschen Olympischen Sportbund fest.


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