Zwei Männer stehen sich gegenüber und geben sich ein High-Five. Der Mann links trägt ein blaues T-Shirt und hat lockige Haare, während der Mann rechts ein rotes T-Shirt trägt und einen Bart hat. Im Hintergrund sind Bäume und parkende Autos sichtbar.

Quelle: stock.adobe.com/Daniel Ernst

Jahrgangsstart 2026/27 der Freiwilligendienste

Freiwillig engagiert im Sport

Zum 1. September starten bundesweit wieder tausende junge Menschen in ihr Freiwilligendienstjahr – rund 3.000 von ihnen im organisierten Sport. Für die Freiwilligendienste im Sport ist es ein besonderer Start: Mit dem neuen Jahrgang engagiert sich bereits der 25. Jahrgang für unsere Gesellschaft. Freiwilligendienste (FWD) schaffen einen dreifachen Mehrwert: für die Freiwilligen, für die Einsatzstellen und für die Gesellschaft. Sie ermöglichen jungen Menschen Orientierung und persönliche Entwicklung, stärken konkrete Strukturen vor Ort und fördern gesellschaftlichen Zusammenhalt und demokratische Strukturen.

In Sportvereinen, Verbänden und Schulen gestalten sie Bewegungs- und Sportangebote für Kinder und Jugendliche, begleiten Ferienfreizeiten und Projekte und stärken das ehrenamtliche Engagement vor Ort. Ein Freiwilligendienst im Sport ist mehr als ein Engagementjahr: Als Bildungs- und Orientierungsjahr bietet der Dienst Raum, eigene Stärken zu entdecken, berufliche Perspektiven zu entwickeln und Selbstwirksamkeit zu erfahren – die Freiwilligen stehen im Mittelpunkt. Pädagogische Begleitung und Bildungsseminare unterstützen diesen Prozess; zugleich können die Freiwilligen Qualifikationen wie Trainer- und Übungsleiterlizenzen erwerben.

Stärkung der Freiwilligendienste
Der neue Jahrgang startet vor dem Hintergrund der Debatte um Wehrpflicht und verpflichtende gesellschaftliche Dienste. Ein Ausbau des Bundesfreiwilligendienstes wird politisch derzeit im Rahmen der Konzipierung eines neuen Zivildienstes diskutiert. Die Jugendfreiwilligendienste Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) und Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) wiederum sind zivilgesellschaftlich verankerte Erfolgsmodelle, die Teilhabe, soziale Infrastruktur, gesellschaftliche Resilienz und demokratischen Zusammenhalt fördern. Ein Freiwilligendienste-Stärkungsgesetz soll alle Freiwilligendienste stärken und damit die Absicht eines Entschließungsantrags des Deutschen Bundestages vollumfänglich umsetzen. Ein FWD-Stärkungsgesetz soll daher Planungssicherheit schaffen, den Ausbau von Plätzen ermöglichen, die Qualität der pädagogischen Begleitung sichern und die Attraktivität der Dienste erhöhen. Im aktuellen Forderungspapier der verbandlichen Zentralstellen von August 2026 für ein FWD-Stärkungsgesetz werden sowohl Forderungen an den Bund als auch die Länder gerichtet. Diese Forderungen stehen für Rahmenbedingungen, die freiwilliges Engagement im Sport auch in Zukunft ermöglichen und verlässlich absichern. Denn gerade im Sport wird sichtbar, welchen Unterschied junge Menschen mit ihrem Engagement machen können.

Leandra Götz, die im dsj-Vorstand die Freiwilligendienste verantwortet und selbst einen Freiwilligendienst im Sport gemacht hat, fasst zusammen: „Junge Menschen wollen sich engagieren und unsere Gesellschaft mitgestalten. Dafür braucht es keine Pflicht, sondern verlässliche politische Rahmenbedingungen. Das Freiwilligendienste-Stärkungsgesetz muss deshalb sicherstellen, dass freiwilliges Engagement verlässlich gefördert wird und allen jungen Menschen offensteht.“
 


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