Vier Personen stehen auf einer Laufbahn in einem großen Stadion vor weitläufigen Tribünen und den Olympischen Ringen im Hintergrund; im Umfeld sind weitere Personen bei sportlichen Übungen mit Hürden zu sehen.

Quelle: dsj

Job Shadowing in Griechenland mit Partnerorganisation ETHNOA

Ein Kommentar von Massimo Cannarozzo und Sonja Thiel

Die dsj-Mitarbeiter*innen Massimo Cannarozzo und Sonja Thiel reisten im Rahmen eines Erasmus+ Jobshadowings nach Athen, um die Partnerorganisation ETHNOA kennenzulernen und den internationalen Austausch zu stärken.  

Ziel unseres 4-tägigen Aufenthalts war es, Einblicke in die Arbeitsweisen und Projekte der Organisation zu erhalten sowie voneinander zu lernen. Besonders wertvoll an einem Jobshadowing ist dabei die Möglichkeit, direkt im Arbeitsalltag der Partnerorganisation mitzuwirken, neue Perspektiven kennenzulernen und persönliche Kontakte aufzubauen, die die internationale Zusammenarbeit nachhaltig stärken. 

Das Erasmus+ Jobshadowing bei ETHNOA in Athen war für uns eine sehr bereichernde Erfahrung – sowohl auf fachlicher als auch auf persönlicher Ebene. Besonders spannend war es, den Arbeitsalltag unserer Partnerorganisation direkt mitzuerleben und Einblicke in ihre Projektarbeit, Teamstrukturen und Arbeitsweisen zu erhalten. Bei den Besuchen im Büro der Organisation hat uns der offene Austausch mit den Kolleg*innen vor Ort viele neue Perspektiven eröffnet und gezeigt, wie wertvoll internationale Zusammenarbeit im Sportbereich sein kann. Unterschiede im Büroalltag und in den Arbeitsweisen gab es einige. Interessant war, dass bei ETHNOA fast ausschließlich ehemalige Spitzenathlet*innen arbeiten, beim Kennenlernen erfährt man grundsätzlich als erstes, bei welchen Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen bereits teilgenommen wurde. Die Arbeitsweise ist dort sehr analog: Alle Termine werden noch händisch in verschiedenste Kalender eingetragen und die Zusammenarbeit findet generell viel auf Papier statt – für uns kaum noch vorstellbar – den Überblick behalten aber alle bestens. Mitten im Büro stand ein großer Tisch – dort spielte sich alles ab: Besprechungen, gemeinsames Kaffeetrinken, Mittagessen und die Vorbereitungen für Projekte. Der Umgang war sehr familiär und wir wurden direkt mit offenen Armen in die Gemeinschaft aufgenommen. 

Ein besonderes Highlight war für uns auch der Besuch des Schulsportprojekts im Panathinaikos-Stadion. Dort konnten wir hautnah erleben, wie olympische Werte Kindern und Jugendlichen vermittelt werden – sowohl im Rahmen einer Stadionführung mit geschichtlichem Hintergrund als auch beim Ausprobieren olympischer Disziplinen, bei denen auch wir unser Können, etwa beim Kugelstoßen, unter Beweis stellen mussten. Gleichzeitig haben uns die Besuche im Olympischen Museum, im Olympiastadion und bei lokalen Sportvereinen spannende Einblicke in die griechische Sportkultur gegeben. Besonders beeindruckt haben uns die Sportanlagen. Wie das Wetter vermuten lässt, findet dort vieles im Freien statt. Das Herzstück der Anlagen war meist ein Café oder Restaurant, in dem man sich vor oder nach dem Sport trifft und Eltern sich während des Wartens austauschen können. Bis spät in die Abendstunden konnten wir reges Kinder- und Jugendtraining beobachten. 

Neben den fachlichen Eindrücken nehmen wir vor allem die persönlichen Begegnungen mit unseren Ansprechpartner*innen und den interkulturellen Austausch mit. Das Jobshadowing hat die Partnerschaft mit ETHNOA weiter gestärkt und viele neue Ideen für zukünftige gemeinsame Projekte angestoßen. 


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