Vor meinem Freiwilligendienst dachte ich, ich wäre in meiner Einsatzstelle nur da, um diese zu entlasten. Heute weiß ich, dass ich den Raum bekommen habe mich beruflich zu orientieren und persönlich weiterzuentwickeln.
Vorher dachte ich, meine Rolle in der Einsatzstelle sei unbedeutend. Heute weiß ich, wie vielen Kindern ich alleine durch mein offenes Ohr und mein tägliches Dasein geholfen habe.
Vor meinem Freiwilligendienst dachte ich, dass gute Planung mich vor allem absichert. Heute weiß ich, dass eine gute Improvisation manchmal wichtiger ist, als sich an den perfekten Plan zu halten.
Vorher dachte ich, Kinder außerhalb der Schule zu treffen, könnte unangenehm sein. Heute freue ich mich über jedes Winken, Grinsen und ein lautes „Hallo, Runa!“.
Vorher hatte ich wenig Verständnis für Kinder, die sich nicht an Regeln halten. Heute weiß ich, dass hinter jedem Verhalten und jedem Kind eine Geschichte und ein Schicksal steckt, das man auf den ersten Blick oft nicht erkennt.
Vor meinem Freiwilligendienst dachte ich, nach 12 Monaten sei dieses Kapitel abgeschlossen. Heute denke ich immer noch oft an die Kinder, die Lehrkräfte, die Seminare und all die wilden Erinnerungen aus diesem Jahr.