Zwei Kinder fahren auf Fahrrädern in einer gepflasterten Straße. Das erste Kind trägt einen Helm und hat einen Rucksack auf dem Rücken, während das zweite Kind ebenfalls einen Helm trägt. Beide lächeln und scheinen sich zu unterhalten. Im Hintergrund sind Gebäude und eine Garage sichtbar.

Quelle: stock.adobe.com/Irina Schmidt

Mit Bewegung ins neue Schul- und Kitajahr starten

Alltagsbewegung früh mitdenken und von Klein auf in die täglichen Abläufe integrieren

Mit Beginn des neuen Schul- und Kitajahres stehen viele Familien vor der gleichen Frage: Wie kommen Kinder künftig am besten zur Schule oder in die Kita? Die Antwort ist einfach: möglichst aktiv. Ob zu Fuß, mit dem Tretroller, dem Lauf- oder dem Fahrrad – jeder bewegte Weg ist ein Gewinn für die Gesundheit, die Entwicklung und das selbstständige Aufwachsen von Kindern.

Bewegung im Alltag ist ein unersetzbarer Baustein für gesundes Aufwachsen. Schon der tägliche Weg zur Kita bietet zahlreiche Möglichkeiten, Kindern Bewegungsräume zu bieten und ihre Neugier zu fördern. Gemeinsam können unterwegs Schnecken, Käfer oder die Müllabfuhr entdeckt, beobachtet und besprochen oder verschiedene Bewegungsformen wie Laufen, Hüpfen oder Rollern ausprobiert werden. Solche kleinen Erlebnisse machen den Weg abwechslungsreich und regen Kinder dazu an, ihre Umwelt aufmerksam wahrzunehmen.

Auch auf dem Schulweg steckt weit mehr als nur der Weg von A nach B. Kinder kommen mit Freund*innen ins Gespräch, knüpfen soziale Kontakte und erleben Selbstständigkeit. Gleichzeitig stärkt das regelmäßige Zurücklegen des bekannten Weges ihre Orientierung und hilft, Verkehrssicherheit Schritt für Schritt einzuüben.

„Käpt'n Blaubär – Die fantastische Verkehrsfibel"
Damit aktive Schul- und Kitawege sicher gelingen, gibt es zahlreiche hilfreiche Angebote. Eine bewährte Unterstützung bieten die kostenlosen Verkehrsfibeln „Käpt'n Blaubär – Die fantastische Verkehrsfibel" für Kindergarten und Grundschule, die im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr entwickelt wurden. Eine gute Lösung für Familien, deren Kinder den Schulweg noch nicht allein bewältigen sollen, ist der sogenannte Walking Bus oder Laufbus. Dabei begleiten wenige Erwachsene eine Gruppe von Kindern, die an vorher vereinbarten, „Haltestellen" nach und nach eingesammelt werden und gemeinsam zur Schule laufen. Das sorgt für mehr Sicherheit, fördert Bewegung und macht den Kindern Spaß. Nach dem gleichen Prinzip funktioniert der BiciBus, bei dem die Kinder gemeinsam mit dem Fahrrad unterwegs sind.

Aktionstage „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten"
Wer das Thema bewegte Schul- und Kitawege in seiner Einrichtung stärker in den Fokus rücken möchte, kann sich an den bundesweiten Aktionstagen „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten" des Deutschen Kinderhilfswerks im September beteiligen. Sie bieten Schulen und Kitas zahlreiche Ideen und Materialien, um Kinder und Eltern für aktive Wege zu begeistern. Am 22. September ist übrigens der weltweite „Zu Fuß zur Schule“-Tag.

„Minibiker – Förderung der Rollmobilität in Sportvereinen und Kitas"
Wertvolle Erkenntnisse und praktische Anregungen zur Förderung der Rollmobilität – also zum sicheren Zurücklegen von Wegen mit Laufrad, Tretroller oder Fahrrad – bietet auch die neue Broschüre „Minibiker – Förderung der Rollmobilität in Sportvereinen und Kitas". Sie entstand im Rahmen eines Zukunftslabors der Kampagne MOVE for Health der Deutschen Sportjugend gemeinsam mit der German Cycling Radsportjugend und wurde von Prof. Dr. Rolf Schwarz, Pädagogische Hochschule Karlsruhe, wissenschaftlich aufbereitet.

Der Start in das neue Schul- und Kitajahr ist damit auch eine gute Gelegenheit, den Alltag bewegter zu gestalten. Jeder aktiv zurückgelegte Weg fördert Gesundheit, Selbstständigkeit und Teilhabe – und macht Kinder fit für die Herausforderungen des Alltags.


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