Zum 1. September brechen bundesweit wieder tausende junge Menschen in ein besonderes Jahr als Freiwilligendienstleistende auf – über 3.000 von ihnen im organisierten Sport. Sie werden Kinder und Jugendliche für Bewegung begeistern, Sportvereine stärken, Sportangebote in Schulen gestalten und als Vorbilder für Fairness und Miteinander wirken. Unterstützt von Mentor*innen und pädagogischen Fachkräften erwerben sie fachliche Qualifikationen, Trainerlizenzen und sammeln wertvolle Erfahrungen, die sie weit über das Jahr hinaus prägen.
Politisch steht der diesjährige Start im Zeichen der geplanten Einführung eines freiwilligen Wehrdienstes nach schwedischem Vorbild. In diesem Zusammenhang warnt die Deutsche Sportjugend (dsj) davor, dass militärische und zivile Dienste gegeneinander ausgespielt werden. Sie plädiert für ein 3-Säulen-Modell, das allen jungen Menschen ermöglicht, aus einem Dreiklang verschiedener freiwilliger Optionen zu wählen: den Dienst bei der Bundeswehr, einen Ersatzdienst in Form eines Freiwilligendienstes sowie einen mehrjährigen, nebenberuflichen Einsatz im Zivil- und Katastrophenschutz.
Damit Freiwilligendienste eine echte und gleichwertige Alternative zum freiwilligen Wehrdienst darstellen, fordert die dsj im Zuge der geplanten Ausweitung des Wehrdienstes parallel die Einführung eines Rechtsanspruchs auf einen Freiwilligendienst. Nur so wird echte Wahlfreiheit für einen Beitrag zu einer solidarischen und resilienten Gesellschaft gewährleistet – durch gleiche finanzielle Rahmenbedingungen, vergleichbare gesellschaftliche Anerkennung und eine angemessene Ausstattung aller Engagementformen.