Darüber informierte er am heutigen Freitag den dsj-Vorstand, die Mitgliedsorganisationen der dsj, das DOSB-Präsidium und den DOSB-Vorstand.
„Nach zahlreichen Gesprächen und einem intensiven Austausch habe ich mich entschieden, meine Kandidatur zurückzuziehen. Die dsj steht vor wichtigen Weichenstellungen. Ich bin überzeugt, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, Verantwortung neu zu ordnen, frische Impulse für einen starken Kinder- und Jugendsport zu setzen und die Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele kraftvoll voranzutreiben. Damit möchte ich meinen Beitrag dazu leisten, dass die dsj langfristig handlungsfähig und zukunftsfähig aufgestellt bleibt und ein Generationenwechsel erfolgen kann“, erklärt Raid.
Stefan Raid gehört der dsj seit vielen Jahren in unterschiedlichen Funktionen an. Von 2016 bis 2020 war er im Vorstand für die Finanzen verantwortlich. Im April 2021 wurde er zum Vorsitzenden der dsj gewählt und anschließend mehrfach in diesem Amt bestätigt. Als dsj-Vorsitzender gehört er zugleich dem Präsidium des Deutschen Olympischen Sportbundes an.
In seine Amtszeit fielen große Herausforderungen und wichtige Veränderungsprozesse. Dazu gehörten die Folgen der Corona-Pandemie für Kinder und Jugendliche, zunehmend angespannte öffentliche Haushalte und wachsende demokratiefeindliche Tendenzen. Zugleich entwickelte die dsj unter seinem Vorsitz ihre Arbeit im Bereich Safe Sport und Schutz vor Gewalt weiter, stärkte ihre politische Interessenvertretung und leitete mit der neuen Jugendordnung und dem neuen Vorstandsmodell einen umfassenden Strukturprozess ein.
„Die vergangenen fast zehn Jahre im Vorstand der dsj waren für mich eine prägende und bereichernde Zeit mit vielen besonderen Erlebnissen und Begegnungen. Wir haben uns großen Herausforderungen gestellt und gemeinsam mit unseren Mitgliedsorganisationen viel erreicht. Für das mir entgegengebrachte Vertrauen und die gemeinsame Arbeit danke ich von Herzen“, so Raid.
Leon Ries, Vorstandsmitglied Geschäftsführung der dsj, würdigt Raids langjähriges Engagement: „Stefan hat die dsj über viele Jahre in unterschiedlichen Funktionen geprägt. Er hat Verantwortung übernommen – als Finanzvorstand ebenso wie später an der Spitze unseres Verbandes – und die dsj durch eine Zeit großer Veränderungen geführt. Besonders sein Einsatz für Safe Sport und stabile finanzielle Rahmenbedingungen sowie die strukturelle Weiterentwicklung der dsj, mit der er auch das Hauptamt maßgeblich gestärkt hat, verdienen große Anerkennung. Wir respektieren seine Entscheidung und werden den Übergang gemeinsam und vertrauensvoll gestalten.“
Über die künftige Führung und Zusammensetzung des Vorstands entscheiden die Delegierten bei der kommenden dsj-Vollversammlung. Die Informationen zu den Kandidierenden wurden den Mitgliedsorganisationen mit den offiziellen Tagungsunterlagen zur Verfügung gestellt.