Zu den Fragen wie Jugend, Sport und Zivilgesellschaft auf europäischer Ebene weiter gestärkt werden können, tauschte sich dsj-Vorstandsmitglied Luca Wernert am 17. Juni 2026 in Straßburg mit Sabrina Repp, Mitglied des Europäischen Parlaments (MdEP), aus. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen drei Themen, die für die Arbeit der dsj auf europäischer Ebene besonders relevant sind: die Prioritäten und die Ausstattung von ERASMUS+, die Verankerung von Sport in der neuen EU-Jugendstrategie sowie die zunehmenden Bedrohungen für Zivilgesellschaft, Jugendverbandsarbeit und Sport durch demokratiefeindliche und extremistische Politiken.
Sabrina Repp zeigte sich im Austausch gut mit der Jugendverbandsarbeit vertraut und griff auch sportpolitische Fragestellungen interessiert auf. Deutlich wurde: Die Perspektiven junger Menschen im Sport können wichtige Impulse für europäische Jugendpolitik geben – insbesondere dort, wo Beteiligung, Demokratiebildung, freiwilliges Engagement und internationale Begegnung zusammengedacht werden.
Luca Wernert machte im Gespräch deutlich, dass europäische Förderprogramme wie ERASMUS+ für Jugend- und Sportorganisationen verlässlich ausgestattet und niedrigschwellig zugänglich sein müssen. Zugleich soll Sport in der neuen EU-Jugendstrategie stärker als Ort non-formaler Bildung, gesellschaftlicher Teilhabe und demokratischer Mitgestaltung sichtbar werden.
Ein weiterer Schwerpunkt war der Umgang mit rechtsextremen und demokratiefeindlichen Tendenzen im Sport. Die dsj wird Frau Repp unter anderem Informationsmaterialien zur Rechtssicherheit und Unterstützung von Vereinen im Umgang mit extremistischen Positionen zur Verfügung stellen und den Austausch fortsetzen.
Ziel bleibt es, die Anliegen junger Menschen im Sport auf europäischer Ebene sichtbar zu machen und die Rolle des organisierten Kinder- und Jugendsports als Teil einer starken demokratischen Zivilgesellschaft zu unterstreichen.