Im ersten Jahr des Projektes (2025) lag der Fokus auf türkischem Rechtsextremismus und Ultranationalismus im Sport. Neben erfolgreich durchgeführten Workshops, Netzwerktreffen sowie der Sensibilisierung über Öffentlichkeitsarbeit, wurde eine Mapping-Studie in Kooperation mit der Internationalen Hochschule unter der Leitung von Prof. Dr. Kemal Bozay und Prof. Dr. Mehmet Kart durchgeführt.
Die aktuellen Erkenntnisse dazu zeigen: Sportvereine sind wichtige Räume um Zugehörigkeit zu erleben, können aber zugleich für für rechtsextreme Narrative, Gruppendruck und Ausgrenzung genutzt werden.
Die Studie konnte bundesweit zahlreiche Sportstrukturen identifizieren, in denen Anknüpfungspunkte an das Umfeld der rechtsextremen Bewegung der „Grauen Wölfe“- erkennbar wurden. Derartige Einflussnahmen treten häufig nicht offen oder organisationsgebunden auf, sondern werden u. a. über Symbole, Sprache, soziale Beziehungen und digitale Räume vermittelt. Umso wichtiger ist eine weitreichende Sensibilisierung der Regelstrukturen des organisierten Sports für relevante Symboliken und potenzielle Einflussnahmen, um frühzeitig intervenieren zu können.
Die aus der Mapping-Studie entstandene Handreichung ist im dsj-Shop zu finden.