Engagierte

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Bewegung ist etwas wert

Engagierte im Sport wissen darum und erfahren es tagtäglich: Körperliche Aktivität und Bewegung sind in jedem Lebensalter von Bedeutung. Die Wirkung auf die persönliche Gesundheit ist vielfach belegt. Unter Wissenschaftlern herrscht Einigkeit: Bewegung, Spiel und Sport tragen wesentlich bei, die gesunde körperliche, geistige, soziale und emotionale Entwicklung von Kindern sicherzustellen. Insbesondere im Vor- und Grundschulalter durchlaufen sie eine Reifungs- und Entwicklungsphase, in der sie elementare Kernkompetenzen für ihr gesamtes Leben erwerben.

Trainer*innen, Übungsleiter*innen und andere Engagierte des gemeinnützigen organisierten Sports erleben regelmäßig hautnah, wie Bewegung „wirkt“: Kinder, die sich ausreichend bewegen, sind weniger anfällig für viele Krankheiten und geistig leistungsfähiger. Durch die Interaktion mit anderen im Sport stellen Studien zahlreiche Vorteile in der sozialen, emotionalen und sprachlichen Entwicklung fest. Bewegung in der Kindheit ist etwas wert – die Engagierten im Sport tragen ihr Scherflein bei.

Sportvereine erreichen Kinder zu einem sehr frühen Zeitpunkt und können sich bei Eltern und auch in Kindertageseinrichtungen als Qualitätsanbieter präsentieren.

Hier bekommen die Engagierten im Sport eine weitere Hilfestellung für ihre wichtige Aufgabe.

Besondere Projekte

Sie müssen das Rad nicht jedes Mal neu erfinden! In den mehr als 90.000 deutschen Sportvereinen gibt es zahllose Angebote für Bewegung und Sport von Kindern. Herausragende Projekte sind beim dsj-Zukunftspreis ausgezeichnet worden.

Inklusion: Die „Klimpansen“

Der SV Sonsbeck (Nordrhein-Westfalen) nutzt bei seinem Projekt Klimpansen das Kletterseil als Bindeglied zwischen Kindern mit und ohne Behinderung. Beim gemeinsamen Klettern erleben sich die Teilnehmer*innen mit all ihren Stärken und erfahren, was in der Gruppe gemeinsam möglich ist (Gewinner beim dsj-Zukunftspreis 2015).

Projekt-Präsentation

Inklusion: Stoppelhopser-Reiten

Die Reit- und Fahrgemeinschaft Auetal hat das inklusive Reitprojekt „Stoppelhopser“ für Kinder mit und ohne Behinderung im Vor- und Grundschulalter installiert. Dem Verein ist es gelungen, den Umgang mit dem Pferd für die inklusive Arbeit mit Kindern zu nutzen. Für die Gruppe werden vom Verein zwei Übungsleiter*innen gestellt. Jedes gerittene Pferd wird zudem von einem/r Helfer*in betreut, der/die dieses Pferd während der Reitstunde führt. Die jeweils nicht reitenden Kinder erhalten theoretischen und praktischen Unterricht zum Pferdeverhalten, im Umgang mit dem Tier und in der Reitlehre (zweiter Platz beim dsj-Zukunftspreis 2015).

Kooperation: „Sportini“-Kitas

Die TSG Bergedorf (Hamburg) ist Träger von vier Sportini“-Kindertagesstätten, zudem Kooperationspartner weiterer Kindertagesstätten, denen sie unter anderem mit ihrem Schwimmangebot eine besondere Möglichkeit bietet. Hinter dem Angebot steckt ein umfassendes psychomotorisches Konzept (Gewinner beim dsj-Zukunftspreis 2011).

Kooperation: Eigene Sport-Kita

Die Lübecker Turnerschaft ist Mit-Träger einer Sport-Kindertagesstätte auf dem Vereinsgelände und im Rahmen der Vereinsentwicklung wurde ein Schwerpunkt auf die Familienfreundlichkeit gelegt. Ebenfalls positiv: Auch die Eltern werden zur Bewegung angeregt – so wird Sport zum Familienerlebnis (zweiter Platz beim dsj-Zukunftspreis 2011).

Bildung: „Mit Sport groß werden“

„Mit Sport groß werden“ ist im SC Hoyerswerda (Sachsen) nicht nur ein Projekt, sondern gleichzeitig Leitmotiv des Vereins. Er will so einen Beitrag zur Eindämmung von Bewegungsmangel in der Gesellschaft leisten und möglichst früh ansetzen. Der Schwerpunkt des Projekts ist daher auf die Arbeit mit der Zielgruppe von Kindern ab 3 Jahren gelegt. Grundidee des Sportclubs ist eine präventive Maßnahme im Bereich Kindersport. In diesem Zusammenhang schuf der Verein ganz verschiedene Angebote, um jeder Interessengruppe etwas anbieten zu können (dritter Platz beim dsj-Zukunftspreis 2009).

Ausführliche Projektbeschreibung

Bewegung: Baumhaus-Projekt

Mehr Bewegung für Kinder realisieren – dazu hatte der SC Nordwalde eine tolle Idee: Sein Projekt „Kinder schaffen das – ihr Baumhaus-Projekt“ steht sinnbildlich für einen eigenverantworteten und selbst erstellten Sportraum. Statt einem normierten und standardisierten Bewegungsraum fördert eine selbst gestaltbare Bewegungswelt die Eigenverantwortung und Selbstbestimmtheit (zweiter Platz beim dsj-Zukunftspreis 2008).

Erlebnis-Wochenende mit Karate

Der Verein Karate-Do Rochlitz aus Sachsen organisierte im August 2015 für Fünf- bis Achtjährige ein Wochenende voller Erlebnisse: Erfahrungen und Spielformen unter ganz unterschiedlichen Rahmenbedingungen – draußen wie in der der Sporthalle. Mit Hilfe verschiedener Sportarten wie Klettern, Paddeln, Bogenschießen, Wandern und kindgerechtem Karate-Training wurden Teamgeist, Ausdauer und Selbstvertrauen der Kinder gestärkt – ein abwechslungsreiches Erlebniswochenende mit unterschiedlichen Bewegungsformen und Spielideen. Besonders wichtig war den Organisatoren, den Teilnehmenden zu vermitteln, dass jeder von jedem lernen und sich auch auf andere verlassen kann.

Abenteuerspielplatz Turnhalle

Gemeinsam mit Sportvereinen im Allgäu wie dem TV Kempten, TV Memmingen, TSV Sonthofen und TV Neugablonz führt der private Anbieter „SpoSpiTo“ regelmäßig Kinderaktionstage durch. Dabei werden unterschiedliche Großgeräte in Sporthallen zu einer „Abenteuerlandschaft“ formiert und Kinder im Alter von vier bis zehn Jahren eingeladen, sich vielseitig zu bewegen. Die für Kinder attraktive Umgebung bietet Bewegungsmöglichkeiten aller Art wie Klettern, Springen, Werfen, Schaukeln, Schwingen, Rollen oder Balancieren und entspricht ihrem Grundbedürfnis nach Bewegung. Das Veranstaltungskonzept ist erprobt und kann auf Basis von Leitfäden organisatorisch umgesetzt werden.